20.12.2010 | Konjunktur
Elektroindustrie setzt 162 Milliarden Euro um

Laut Fachverband ZVEI wird sich die Elektroindustrie 2011 weiter erholen, wenn auch nicht mehr so rasant wie 2010.
FRANKFURT (sp). „Die Elektro-Produktion im nächsten Jahr dürfte um sieben Prozent zulegen“, prognostizierte der Vorsitzende der Geschäftsführung des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, Dr. Klaus Mittelbach, bei der Jahresabschluss-Pressekonferenz des Fachverbandes. „Der Branchenumsatz sollte sich in etwa gleicher Größenordnung erholen und damit 2011 auf die Marke von 175 Mrd. Euro zusteuern.“
Ende des vergangenen Jahres stand zu befürchten, es könnte bis zu sieben Jahre dauern, bis der krisenbedingte Einbruch wieder ausgeglichen ist. Es dürfte jedoch wesentlich schneller gehen. 2012 könnte der Branchenumsatz bereits eine neue Höchstmarke erreichen.
Im gesamten Jahr 2010 ist die Produktion Schätzungen des ZVEI zufolge um zwölf Prozent gestiegen. Der Umsatz dürfte mehr als 162 Mrd. Euro erreichen – nach 145 Mrd. Euro im Jahr 2009 und 182 Mrd. Euro 2008. Damit wird die ZVEI-Prognose, die zuletzt im August nach oben angepasst wurde, noch etwas übertroffen. „Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Verluste von 2009 noch nicht vollständig aufgeholt sind”, so Dr. Mittelbach. Bei Produktion, Umsatz und Auftragseingängen befindet sich die Elektroindustrie immer noch zwischen 13 und 15 Prozent unterhalb des Niveaus des Vor-Krisen-Jahres 2008. Bei den Exporten konnten dagegen bereits wieder 98 Prozent des 2008er-Levels erreicht werden.
Der Aufschwung wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus: In der Krise war die Zahl der Mitarbeiter um 17 000 auf 810 000 gesunken. Zwischenzeitlich sind es bereits wieder 815 000.
„Strukturell ist die Elektroindustrie sehr gut aufgestellt”, betonte Dr. Mittelbach. Die modernen und innovativen Technologien der Branche seien unentbehrlich, wolle man zu mehr Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität, intelligenten Netzen und Häusern, einer effizienten Gesundheitswirtschaft oder einer moderneren Infrastruktur kommen.
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