22.03.2012 | Konjunktur

Finanzministerium: Deutsche Konjunktur nimmt in zweiter Jahreshälfte Fahrt auf

Der Anstieg der Lohnstückkosten fiel nur im vergangenen Jahr nur in Schweden mit 1,2 und in Norwegen mit 1,3% stärker als in Deutschland aus (Bild: imageteam - fotolia.com).
Der Anstieg der Lohnstückkosten fiel nur im vergangenen Jahr nur in Schweden mit 1,2 und in Norwegen mit 1,3% stärker als in Deutschland aus (Bild: imageteam - fotolia.com).

Nach dem RWI hat jetzt auch das Bundesfinanzministerium (BMF) eine positive Konjunkturentwicklung in Aussicht gestellt. “Das aktuelle Indikatorenbild bekräftigt die Erwartung, dass die Konjunktur im Sommerhalbjahr wieder an Schwung gewinnen dürfte”, heißt es im aktuellen Monatsbericht.

BERLIN (ilk). Auch wenn die Impulse vom Export vorerst schwach bleiben dürften, gebe es für den Jahresverlauf Anzeichen einer leichten Erholung der globalen Wirtschaft. Daher könne für die zweite Jahreshälfte auch “von zunehmenden außenwirtschaftlichen Imuplsen für die deutsche Konjunktur ausgegangen werden”, heißt es im Monatsbericht. Die anhaltende konjunkturelle Schwäche in den Ländern des Euroraumes dürfte sich allerdings dämpfend auf die deutsche Exportwirtschaft auswirken.

Die industrielle Produktion habe sich zu Jahresbeginn wieder leicht belebt. Durch die gestiegenen Baugenehmigungen und die gute Auftragslage im Bauhauptgewerbe seien die Aussichten für eine Erholung in diesem Wirtschaftsbereich günstig. Uneindeutig seien hingegen die Indikatoren für die Entwicklung des privaten Konsums. Im Januar seien die Einzelhandelsumsätze deutlich zurückgegangen, das Konsumklima sei im Februar jedoch zum fünften Mal in Folge gestiegen. Außerdem sei mit dem Blick auf die Einkommenssituation der privaten Haushalte eine Fortsetzung der positiven Konsumkonjunktur angelegt. Die vorlaufenden Indikatoren deuteten auch darauf, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern werde.

Für das Preisklima sehen die BMF-Experten Risiken. “Der aktuelle Preisanstieg für Rohöl auf dem Weltmarkt stellt ein Risiko für die Beruhigung des Preisklimas sowohl entlang der Produktionskette als auch auf der Verbraucherstufe dar”, schreiben sie. Die daraus resultierende Belastung der Kaufkraft könnte “die Dynamik der Konsumausweitung der privaten Haushalte beeinträchtigen”.

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