23.02.2012 |

Ifo-Geschäftsklima auf höchstem Stand seit Juli 2011

Die Industriefirmen schätzten ihre Geschäftsaussichten im Februar 2012 den dritten Monat in Folge günstiger ein (Bild: Thomas Reimer - Fotolia).

Das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands ist im Februar stärker als erwartet gestiegen.

MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Wie das Münchener Ifo Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte, erhöhte sich der Geschäftsklimaindex auf 109,6 Punkte, nachdem er im Vormonat bei 108,3 gelegen hatte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Zunahme auf nur 108,8 erwartet. Der wichtigste deutsche Konjunkturfrühindikator liegt damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2011.

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der rund 7.000 befragten Unternehmen stieg auf 117,5 Punkte, im Vormonat hatte er bei 116,3 notiert. Ökonomen hatten eine Stagnation auf dem Vormonatsniveau erwartet. Der Index für die Geschäftserwartungen erhöhte sich auf 102,3 von 100,9 im Vormonat, während die befragten Volkswirte einen Anstieg auf 101,9 erwartet hatten. Nach Einschätzung des Ifo-Instituts wird die deutsche Konjunktur derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen.

Quelle: Ifo Institut für Wirtschaftsforschung

Im verarbeitenden Gewerbe hellte sich das Geschäftsklima weiter leicht auf. Die Industriefirmen schätzten ihre Geschäftsaussichten den dritten Monat in Folge günstiger ein. Die aktuelle Geschäftslage wurde aber als etwas weniger gut als im Januar angesehen. Vom Exportgeschäft rechneten sich die Firmen unverändert positive Impulse aus. Die Beschäftigtenzahl wollten sie weiterhin erhöhen.

Im Einzel- und im Großhandel hellte sich das Geschäftsklima spürbar auf. In beiden Handelsstufen besserte sich die Geschäftslage. Auch die Geschäftserwartungen waren jeweils etwas stärker von Zuversicht geprägt als im Januar. Im Bauhauptgewerbe stieg der Geschäftsklimaindex deutlich. Die Unternehmen berichteten von einer günstigeren Geschäftslage als im Vormonat, und sie waren optimistischer mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten.


Anzeige

Alle Bilder zum Artikel: 

Bildergalerie Bildergalerie

Anzeige

Suchen