19.03.2012 | Asien
China auf dem Weg zur Weltmacht

Wie China die Vorherrschaft des Westens beenden wird, darum dreht sich das neu erschienene Buch: “Mit Konfuzius zur Weltmacht. Das chinesische Jahrhundert”.
Landsberg (kk). Der Kontrast könnte größer nicht sein: Die Euroländer sind pleite – China hat 3200 Mrd Dollar Devisenreserven angehäuft, so viel wie kein Staat der Erde zuvor. In Stuttgart protestieren Wutbürger gegen einen Bahnhofsausbau, der seit 15 Jahren geplant ist – die Chinesen stampfen in dieser Zeit ganze Megacitys aus dem Boden. An Berliner Schulen versinkt der Unterricht im Chaos – Shanghai erreicht bei der PISA-Studie Platz eins. Das Erfolgsprinzip wurde laut den Buchautoren Stefan Aust und Adrian Geiges von einem Mann entwickelt, der seit fast 2500 Jahren tot ist: Konfuzius. Er predigte Lernen und Disziplin, genau das, was heute im globalen Wettlauf zählt. Einst verfolgten die Kommunisten seine Anhänger. Jetzt erlebt der Philosoph ein großes Comeback.
Dieses Buch geht dem Phänomen China, das den Ausgang des 21. Jahrhunderts bestimmen wird, auf den Grund. Es zeigt, wie sich die Sowjetunion und die USA in ihren Afghanistan-Kriegen ruinierten und China gleichzeitig aufstieg. Für ihre spannende Reportage fuhren Stefan Aust und Adrian Geiges in die größte Stadt der Erde, zum Dreischluchtendamm und zu den Chinesen in Afrika, besuchten Konfuzius-Schulen in Peking und Hamburg, sprachen mit chinesischen Politikern, Regimekritikern und Superstars. Der zunehmende Einfluss von Mikrobloggern, die korrupte Beamte angreifen, wird ebenso untersucht wie der Machtwechsel in China 2012. Zu den Autoren: Stefan Aust war viele Jahre Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und gilt als China-Experte. Adrian Geiges berichtete nach dem Chinesisch-Studium jahrelang als Stern-Korrespondent aus Peking und ist mit einer Chinesin verheiratet.
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