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15.03.2011 |

Jetzt Schlüsse ziehen aus Reklamationsquote

STUTTGART (ilk). Zu den Kerngeschäftsprozessen im Produktionsmanagement gehört, den Wareneingang des Vorlieferanten zu prüfen. Eine niedrige Reklamationsquote zeigt an, dass die Zusammenarbeit mit dem Vorlieferanten in zeitlicher und sachlicher Hinsicht bestens funktioniert. Die für die Fertigungsindustrie so ausschlaggebende Versorgungssicherheit ist garantiert.

Zu einer Reklamation zählen Qualitätsmängel mit Auswirkung auf eine mögliche Fehlerhaftigkeit in der Weiterverarbeitung. Der Vorlieferant sollte vertraglich gebunden sein, eine konkrete Fehlerquote nicht zu überschreiten – bei C-Teile Produzenten meist ausgedrückt in Anteilen an einer Million Teile (Parts per Million, ppm) und ergänzt um Vorgabe- oder Grenzwerte. Er sollte zudem darstellen, welche Prozesse und Verfahren er einsetzt, um die eigene Qualität zu sichern.

Hier geht es zum Online-Benchmark von Produktion und der Concept AG

Prozesszertifizierungen haben dem ISO/TS 16949 Standard zu genügen. Zur Prozessverbesserung geeignet sind vor allem sogenannte ppm-Trend-Reihen. Dabei wird in bestimmten Zeitabständen, bspw. monatlich, die Anzahl beanstandeter Teile ins Verhältnis zur Menge der produzierten Teile gesetzt. Zudem sollte es möglich sein, für bestimmte Artikelfamilien regelmäßig einen Langzeittest durchzuführen, indem in einem vorgegebenen Zeitraum genau ein Artikel aus einer Artikelfamilie geprüft wird.
Zu den anspruchsvollen Verfahren der Qualitätssicherung zählt bspw. eine Bildverarbeitungslösung bei der Warenausgangskontrolle, gekoppelt mit einer vollautomatischen Sortierung in gute und schlechte Teile.

Ein ebenso deutlicher Grund zur Reklamation ist eine verspätete oder zu umfangreiche Anlieferung. Dies setzt die dokumentierbare und eindeutige Vereinbarung von Lieferdatum und Lieferumfang voraus gekoppelt damit, den Lieferanten bei Nicht- oder Minderleistung unmittelbar in Verzug zu setzen, bzw. ihm eine konkrete Nachfrist einzuräumen.

Mittelbar mit der Frage der Reklamationsquote verbunden ist die eigene Sourcing-Strategie. Sie bezieht sich zum einen auf die Zahl der Lieferanten, zum anderen auf den Standort des Lieferanten und schließlich auf ein Vorgehen, das der Komplexität des Beschaffungsobjektes entspricht.

Ein optimaler Weg zu einer Null-Fehler-Reklamationsquote lässt sich nur im konkreten Zusammenhang beschreiben. Näherungsweise erlaubt jedoch eine Teilnahme am Produktionsbenchmark, im Kontext der eigenen Branche Rückschlüsse auf den Grad der Gesamtoptimierung eines Fertigungsbetriebes zu ziehen. Deshalb: Nutzen Sie www.produktion-benchmark.de für Ihre Optimierungsstrategie!

von
Dr. Harald Balzer,
Vorstandsvorsitzender Concept AG

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