Aufsteiger des Jahres im Maschinenbau-Ranking von Produktion und Oliver Wyman ist der Voith-Konzern.

Aufsteiger des Jahres im Maschinenbau-Ranking von Produktion und Oliver Wyman ist der Voith-Konzern. - Bild: Voith

Aufsteiger des Jahres im Maschinenbau-Ranking von Produktion und Oliver Wyman ist der Voith-Konzern. Das Geschäftsmodell des Konzerns, der in den Bereichen Wasserkraftwerke, technische Dienstleistungen, Papiermaschinen und Antriebstechnik tätig ist, erwies sich als robust. Obwohl der Umsatz mit Papiermaschinen um 6 Prozent zurückging, generierte das Unternehmen einen gegenüber 2012 nahezu konstanten Umsatz von 4,54 Milliarden Euro in den relevanten Segmenten, so dass Voith im Ranking von dem 5. auf den 4. Rang aufstieg.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 sicherte sich Voith wieder mehr neue Aufträge und leitete damit die Trendwende beim Neugeschäft ein. Durch die Einführung des konzernweiten Programms ‘Voith 150+’ wurde die Profitabilität verbessert und ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 105 Millionen Euro (Vorjahr 103 Millionen Euro) erzielt.

Einen Schritt nach vorn im Maschinenbau-Ranking, dessen Zahlen auch von 2012 neu ausgewiesen wurden, machte ebenso Kion. Der Anbieter von Flurförderzeugen steigerte 2013 sein EBIT um zwei Prozent auf eine Rekordmarke von 416,5 Millionen Euro. Auch der Auftragseingang lag mit 4,489 Milliarden Euro nahe an dem Wert von 2012, der 4,59 Milliarden Euro betrug. In diesem Jahr will Kion-CEO Gordon Riske von der Konjunkturerholung in Westeuropa profitieren, die Stellung in den aufstrebenden Märkten ausbauen, Vertrieb und Service stärken sowie die Profitabilität steigern.

Dritter Aufsteiger 2013 ist der Anbieter für Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik Krones. Der Weltmarktführer übertraf sein Wachstumsziel von vier Prozent und steigerte seinen Umsatz um 5,7 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro. Dadurch schaffte das Unternehmen aus Neutraubling den Sprung von Rang 13 auf Rang 12. Das Ergebnis nach Steuern schnellte sogar um 75 Prozent von 68,3 Millionen Euro auf 119,4Millionen Euro 2013 nach oben. Und auch in diesem Jahr will Krones seinen Umsatz erneut um vier prozent erhöhen.

“Bei den Zahlen des Maschinenbau-Rankings muss man beachten, dass darin Währungskurseffekte eine Rolle spielen”, sagte der Oliver-Wyman-Partner Thomas Kautzsch gegenüber Produktion. Durch den starken Euro würden die Zahlen teilweise unter denen von 2012 liegen.

Der Branche und den einzelnen Firmen gehe es jedoch wesentlich besser, als man von den Zahlen ablesen könne. “2013 war für die Branche ein sehr gutes Jahr”, sagte der Leiter des globalen Branchenteams Auto­motive and Manufacturing In­dustries bei Oliver Wyman. Die Unternehmen seien – was Profitabilität und Kapitalstruktur angeht – gut aufgestellt.

Die Frage sei nun, woher der nächste Wachstumsschritt komme, da 2014 die Auftragseingänge leicht rückläufig seien. Nach Einschätzung von Kautzsch sollten weltweite Marktführer vor allem in neue Branchen und Technologien investieren. Firmen mit einer starken Weltmarktposition sollten über eine lokalisierte Produktion in den Schwellenländern nachdenken. Und für Firmen, die sich in einer Konsolidierungsphase befinden, sei ein Zukauf oder eine Fusion eine Möglichkeit, um Wachstum zu generieren.

Gunnar Knüpffer