Ferrostaal wird vorgeworfen, mit der Zahlung von Schmiergeldern Geschäfte im Ausland an Land

Ferrostaal wird vorgeworfen, mit der Zahlung von Schmiergeldern Geschäfte im Ausland an Land gezogen zu haben (Bild: Ferrostaal).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Das “Handelsblatt” hatte zuvor am Freitag aus konzernnahen Kreise berichtet, Pohlmann habe im Zuge des Zanks der Ferrostaal-Eigner um die Kosten für den Korruptionsskandal das Handtuch geworfen. Er habe seinen Rücktritt auch mit der fehlenden Unterstützung durch die Eigentümer, den arabischen Staatsfonds IPIC und MAN, begründet. Die beiden Unternehmen haben sich bislang nicht darauf einigen können, wer für die Kosten aufkommen muss, die etwa für interne Ermittlungen angefallen sind. Zu dem Zeitungsartikel wollte sich eine Konzernsprecherin am Freitag nicht äußern.

Pohlmanns Weggang verschärfe die Führungskrise bei Ferrostaal. Erst kürzlich hatte Finanzvorstand Peter Sassenfeld seinen Posten niedergelegt und zum März scheidet Joachim Ludwig aus dem Gremium aus. Konzernchef Jan Secher verbleibt damit zunächst als einziger im Vorstand.