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Insgesamt wurden 2015 laut VDMA für mehr als 155 Milliarden Euro Maschinen und Anlagen ins Ausland verkauft. - Bild: Kuka

Das ist vor allem einem guten Geschäft mit den EU-Ländern und den USA zu verdanken. Dagegen nahmen die Ausfuhren nach China und in die Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ab.

Insgesamt wurden 2015 laut VDMA für mehr als 155 Milliarden Euro Maschinen und Anlagen ins Ausland verkauft. Das war ein Zuwachs von 2,6 Prozent, abzüglich der Preissteigerungen bleibt ein reales Plus von 0,9 Prozent. Im vierten Quartal sanken die Exporte real um 0,3 Prozent.

"Damit ist es trotz aller Unsicherheiten in den Märkten gelungen, einen neuen Exportrekord aufzustellen", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. "Unser Bild der Bedeutung einzelner Märkte ist aber neu justiert worden."

So wurde China an der Spitze der wichtigsten Maschinenexport-Märkte von den USA abgelöst. Während die Ausfuhren des Maschinenbaus nach China um 5,9 Prozent auf 16 Milliarden Euro zurückgingen, stieg der Export in die USA um 11,2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro an.

Die zweite kräftige Veränderung betraf das Russland-Geschäft. Dies ging um 26,8 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Russland, das im Jahr 2013 noch der viertwichtigste Handelspartner hinter China, den USA und Frankreich war, landete 2015 damit auf Rang zehn der deutschen Exportdestinationen.

Ins Rampenlicht gerückt ist dafür ein Nachbarland: Den stärksten absoluten Zuwachs in Europa verzeichnete das Geschäft mit Polen. Die Exporte dorthin legten um 14 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu - Platz acht unter den Exportmärkten.

Die Exporte in die EU insgesamt wuchsen um 6,7 Prozent auf knapp 70 Milliarden Euro. Damit wurden 44,8 Prozent aller von Deutschland exportierten Maschinen in der EU abgesetzt. An dem Zuwachs waren fast alle Länder beteiligt, Italien und Spanien sogar zweistellig, während die Ausfuhren nach Frankreich, dem drittwichtigsten Markt der deutschen Maschinenexporteure, exakt auf dem Vorjahresniveau verharrten.