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01.12.2006 |

EuroMold: Licht am Horizont für Werkzeug- und Formenbauer

FRANKFURT (Michael Pyper). "Die Entwicklung von neuen Modellen, neuen Designs und neuen Strukturen ist die eigentliche deutsche Stärke im Wettbewerb", attestierte Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, ehemaliger Badenwürttembergischer Ministerpräsident und Chef von Jenoptik, heute Deutschland-Chef der Investmentbank Merill Lynch, in seiner Rede zum Messestart. Dass Deutschland trotz hoher Kosten Exportweltmeister sei, verdanke das Land dem Mittelstand, der es immer wieder verstehe, "mit relativ günstigen Komponenten aus aller Welt durch Ideen, Design und Kreativität Nischenprodukte zu entwickeln, für die wir die hier notwendigen Preise erzielen."

Auch für die nahe Zukunft sieht Späth die Zeichen auf Wachstum. Der Schock des knallharten globalen Wettbewerbs habe den Mittelstand in der Vergangenheit vorsichtig werden lassen. Zusammen mit der Zurückhaltung der Banken habe diese zu einer deutlichen Eigenkapitalverbesserung der Unternehmen geführt. Sie erlaube jetzt, den Bedarf bei Maschineninvestitionen aufzuholen.

Von diesem Trend profitiert die Kernbranche der Euromold, der Werkzeug- und Formenbau, offenbar erst ansatzweise. "Der Unterschied zur boomenden Werkzeugmaschinenbranche ist, dass wir immer nur Unikate produzieren", sucht Willi Schmid, Geschäftsführer des Branchenverbandes deutscher Werkzeug- und Formenbauer VDWF nach Erklärungen. Der Verbandsboss, selbst Chef eines Werkzeug- und Formenbauers, räumte gegenüber Produktion ein, dass die Fehler auch hausgemacht seien: "Den weltweiten Export hat die Branche generell verschlafen, weil wir noch nie vom Export gelebt haben." Andere Länder wie Portugal oder Italien hätten die Nase vorn.

Den vollständigen Bericht zur EuroMold lesen Sie in der nächsten Ausgabe von Produktion, die am 14.12.2006 erscheint.

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