27.03.2006 | News

IG Metall droht mit Warnstreiks in zahlreichen Betrieben

DARMSTADT (Dow Jones)–Die Gewerkschaft kündigte vor Beginn der dritten Gesprächsrunde für die rund 410.000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an, unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht zu Mittwoch um Mitternacht erste Arbeitskampfmaßnahmen zu starten.

Auch für Baden-Württemberg, Berlin/Brandenburg/Sachsen und den IG-Metall- Bezirk Küste sollen die Verhandlungen am Montag fortgesetzt werden. Hier ist ebenfalls keine Einigung abzusehen. Nachdem in der vergangenen Woche bereits in mehreren anderen Tarifbezirken die Verhandlungen vertagt worden waren, steht eine Warnstreikwelle in zahlreichen Bundesländern bevor.

Ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Hessen-Metall zeigte sich von den angekündigten Ausständen unbeeindruckt. Warnstreiks drohten immer und seien unabhängig von der Vorlage eines Angebotes, sagte er auf Anfrage. Dass die Arbeitgeberseite in der dritten Verhandlungsrunde der Mittelgruppe ein Angebot vorlegt, schloss er aus. Um Zahlen werde es erst in der vierten Gesprächsrunde für Nordrhein-Westfalen am Donnerstag nächster Woche gehen, sagte er.

Bereits am Dienstag soll es bei BMW in Leipzig erste Warnstreiks geben. In Frankfurt soll ab Mittwoch bei Continental-Teves in Rödelheim gestreikt werden. Im Norden wurden von der IG Metall Danfoss in Flensburg sowie DaimlerChrysler und Blohm & Voss in Hamburg genannt. Auch bei Rolls Royce in Oberursel und bei Siemens-VDO soll die Arbeit ruhen. Einem Medienbericht zufolge sind auch Ausstände im Mercedes-Werk in Sindelfingen, bei Bosch in Stuttgart, Porsche in Zuffenhausen und DaimlerChrysler in Untertürkheim geplant.

Die IG Metall fordert für die 3,4 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie 5% mehr Lohn. Die Arbeitgeber halten allenfalls 1,4% für vertretbar, haben aber noch kein formales Angebot vorgelegt.

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