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01.10.2009 |

IG Metall gegen “Billiger-Strategien” im Maschinenbau

FRANKFURT/MAIN (ks).  Im Folgenden das "IG Metall-Maschinenbau-Memorandum" in Auszügen:

"Das besondere Merkmal dieser Krise ist, dass selbst strukturell gesunde und profitable Unternehmen vor einer akuten Existenzgefährdung stehen. Der Maschinenbau leidet unter einer Nachfragekrise, es ist ausdrücklich keine Angebotskrise!

(…)

Es ist nicht hinzunehmen, dass unter Verweis auf die Krise schon länger geplante Restrukturierungsmaßnahmen zu Lasten der Beschäftigten durchgesetzt werden. Mit einem Unterbietungswettbewerb bei den Produkten und einer Dumpingstrategie gegenüber den Beschäftigten kann die Zukunft nicht gewonnen werden. Personalabbau und "Billiger"-Ansätze sind ausdrücklich keine Antwort auf die Krise! Im Gegenteil, dadurch werden Kompetenzen und Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt. Erfolgversprechend ist eine Strategie, die auf die Qualitäts- und Innovationsführerschaft und eine profitable, kundenorientierte Variantenvielfalt bei den Produkten setzt. Dafür braucht es zukunftsfähige Personal-, Wertschöpfungs- und Produktionskonzepte. Ausdrücklich gehört zu einem solchen Ansatz auch die Stärkung von Tarifverträgen.

(…)

Die IG Metall fordert …

… über das Instrument der Kurzarbeit und der Arbeitszeitverkürzung, Beschäftigung in den Betrieben zu halten. Für uns gilt der Grundsatz: Solange nicht alle Möglichkeiten der Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzung vollständig ausgeschöpft sind, darf es keine Entlassungen geben. Derzeit nutzen Betriebe massiv Kurzarbeit, um Zeit zu gewinnen, kurzfristig Kosten zu senken und sich nicht durch voreilige Entlassungen in der Konjunkturkrise substanziell zu schaden. Kurzarbeit bedeutet einen wichtigen Zeitgewinn, insbesondere wenn sie für Weiterbildungsmaßnahmen genutzt werden kann.

… einen Schutzschirm für Betriebe des Maschinenbaus. Unternehmenskonzepte, die statt Personalabbau auf Beschäftigungssicherung setzen, müssen durch eine aktive Kreditvergabe der Banken gestützt werden. Die Banken selbst müssen ihrer wirtschaftspolitischen Funktion gerecht werden und müssen erweiterte Kriterien, die vor allem Beschäftigung sichern helfen, bei der Kreditvergabe berücksichtigen. Dazu ist aktives politisches Handeln erforderlich. Staatliche Bürgschaften für die Banken müssen zu einer beschäftigungswirksamen Kreditvergabe führen und im ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Auch die Hilfsangebote für in Not geratene Betriebe von Bund und Bundesländer müssen eine Beschäftigungsorientierung erhalten.

vom VDMA den Einstieg in den Zukunftsdialog Maschinenbau 2020. Mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen verfügt der Maschinenbau mittel- bis langfristig über gute Wachstumspotenziale. Allerdings ist dies kein Selbstläufer! Die IG Metall schlägt daher dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vor, in einem Zukunftsdialog über nationale und internationale Branchentrends und Wachstumspotenziale einzusteigen, damit die weltweit starke Stellung der Branche bis zum Jahr 2020 erhalten und weiterentwickelt werden kann.

… von den Unternehmen und deren Eigentümern die Erstellung und Realisierung betrieblicher Zukunftspläne gemeinsam mit den Beschäftigten, den Betriebsräten und der IG Metall. Der Erfolg des Maschinenbaus fußt auf technologisch hervorragenden Produkten, die von qualifizierten Beschäftigten entwickelt und produziert werden. Dieses Know-how muss in jedem einzelnen Betrieb jetzt gesichert werden. Es geht um Zukunftssicherung durch Innovation und Qualifizierung. Die Unternehmensvorstände sowie die Eigentümer fordert die IG Metall auf, betriebliche Zukunftspläne (u.a. Ausrichtung auf Bedarfsfelder & Absatzmärkte, nachhaltige Personalpolitik statt Leiharbeit) zu erarbeiten und diese gemeinsam mit den Beschäftigten und ihren Vertretungen zu konkretisieren und umzusetzen. "

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