22.04.2009 |

Porsche erhält mehr Zugriff auf Komponenten von Audi

DÜSSELDORF (Dow Jones)–Den Kompromiss zwischen den VW-Arbeitnehmervertretern auf der einen und dem Großaktionär auf der anderen Seite hätten Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und VW-CEO Martin Winterkorn vermittelt, so die Zeitung. Porsche hält mehr als 50% der VW-Stammaktien, das Land rund 20%.

Konkret sollen laut Zeitung die Kompetenzen des im September 2008 etablierten "Ausschusses für besondere Geschäftsbeziehungen" (AfbG) des Aufsichtsrats eingeschränkt werden. "In der bisherigen Form hätten die Auflagen zu einer permanenten Überwachung von Porsches Geschäften mit Audi geführt", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person dem "Handelsblatt".

Die vorliegende Kompromiss beinhalte, dass ein zweiter, bereits vor rund zweieinhalb Jahren auf Initiative des Landes gegründeter "Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären" (AfGA) mit dem machtvolleren AfbG verschmolzen werde. Die sechs Mitglieder unter Vorsitz von Piëch dürften weiterhin vorsorglich prüfen, aber nur in Geschäften größerer Dimension, schreibt das Blatt unter Berufung auf Kreise des Kontrollgremiums. Der modifizierte Ausschuss soll einen neuen Namen erhalten.

Bei der Volkswagen AG wollte eine Sprecherin den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.


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