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19.10.2007 |

Sechs Spitzenuniversitäten ausgezeichnet

BERLIN (SZ). Die Technische Hochschule Aachen, die FU Berlin sowie die Universitäten Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz werden deutsche Elite-Universitäten. Sie können in den nächsten Jahren mit einer zusätzlichen staatlichen Förderung von jeweils insgesamt etwa 100 Millionen Euro rechnen. Diese Entscheidung traf der zuständige Bewilligungsausschuss aus Vertretern von Politik und Wissenschaft am Freitag in Bonn. Im Finale um den Elite-Status waren daneben noch die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Bochum, die aber scheiterten. Damit werden neun Elite-Universitäten in einem Förderzeitraum von fünf Jahren von Bund und Ländern zusätzlich unterstützt.

In einer ersten Auswahlrunde waren im Oktober 2006 schon drei Elite-Universitäten gekürt worden: die TH München, die Ludwig- Maximilians-Universität-München und die TH Karlsruhe. Mit dem Förderprogramm Exzellenzinitiative soll die Spitzenforschung an deutschen Universitäten ausgebaut werden. In dem Bund-Länder-Programm stehen für fünf Jahre insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Sieger werden fünf Jahre lang mit mindestens 21 Millionen Euro im Jahr gefördert. Außer dem Elite-Siegel werden die Gutachter am Freitag auch Fördergeld für Forschungsprojekte und Graduiertenschulen verteilen, in denen Doktoranden ausgebildet werden. Insgesamt hoffen noch 35 Universitäten auf einen Erfolg.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) will den Uni-Wettbewerb, den Bund und Länder mit 1,9 Milliarden Euro ausgestattet haben, auch langfristig fortsetzen. Dies hat sie am Donnerstag bekräftigt. "Ich werde mich für eine Verstetigung der Exzellenzinitiative einsetzen", sagte Schavan im Interview mit der Welt. Spätestens im Sommer 2009 solle es eine neue Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern geben. Zuvor würden aber die Erfahrungen aus den ersten beiden Wettbewerbsrunden ausgewertet, sagte Schavan. "Außerdem müssen wir Antworten finden auf Fragen wie zum Beispiel nach der Stärkung von Exzellenz in der Lehre oder exzellenten Zukunftskonzepten an Fachhochschulen", sagte die Ministerin weiter. Auch bleibe der Vorschlag des Wissenschaftsrats, eine "Bundesliga der Spitzenhochschulen" einzuführen, im Spiel.

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