15.09.2009 |

VDA: Weitere Nachfragebelebung beim Autoabsatz

FRANKFURT (ki). In den USA führte das Abwrackprogramm "Cash for Clunkers" erstmal seit Oktober 2007 zu einer Absatzsteigerung und auch in Europa verzeichneten die Neuwagenverkäufe Incentive-gestützt ein Absatzplus von knapp 3%.

In Westeuropa kletterten die Neuzulassungen von Pkw im August um knapp 8% auf 769.600 Fahrzeuge. Frankreich (+7%), Italien (+9%) und Großbritannien (+6%) konnten aufgrund der laufenden Abwrackprogramme den Pkw-Absatz erneut gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Absatz auf dem spanischen Pkw-Markt erreichte nach starken Absatzrückgängen in den zurückliegenden Monaten im August mit 58.500 verkauften Pkw erstmals wieder das Vorjahresniveau. Bis einschließlich August verzeichnete der westeuropäische Markt einen Absatzrückgang von knapp 7% gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man die Pkw-Neuzulassungen ohne den absatzstarken deutschen Markt, ergibt sich für Westeuropa aber noch immer ein deutlicher Rückgang von 16%.

In den Neuen EU-Staaten sanken die Pkw-Verkäufe im August um mehr als ein Drittel auf 58.600 Einheiten. Ein stärkerer Rückgang konnte durch das anhaltende Marktwachstum in der Slowakei (+26%), Tschechien (+16%) und Polen (+3%) kompensiert werden. In den restlichen osteuropäischen Ländern fiel die Nachfrage auch im August sehr schwach aus. Das rumänische Pkw-Geschäft brach sogar um fast 72% ein. Seit Beginn des Jahres wurden in den Neuen EU-Ländern knapp 577.000 Pkw verkauft worden, 27% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

In Russland zeichnete sich auch im August kein Ende der Absatzflaute ab. Mit 110.900 verkauften Fahrzeugen lag der Pkw-Absatz um 54% unter dem Vorjahresniveau. Seit Jahresanfang ist die russische Pkw-Nachfrage um knapp 51% eingebrochen. Der Absatz von ausländischen Marken war sogar noch stärker rückläufig. Die deutschen Hersteller konnten ihren Marktanteil jedoch um ganze zwei Prozentpunkte auf 17,4% steigern.

Das amerikanische Abwrackprogramm hat im August vielen Herstellern in den USA zu einem deutlichen Anstieg der Absatzzahlen verholfen. Mit insgesamt 1,26 Mio. verkauften Fahrzeugen überstieg der Absatz von Light Vehicles leicht das Vorjahresniveau (+1 Prozent), der Abwärtstrend der vorangegangen Monate konnte somit vorerst gestoppt werden. Seit Beginn des Jahres ergibt sich jedoch noch ein Nachfragerückgang von 28% auf 7,1 Mio. Fahrzeuge. Die deutschen Hersteller konnten insbesondere im Segment der Light Trucks ihre Marktanteile ausbauen. An den Gesamtverkäufen von Light Vehicles erzielten die deutschen Marken bis einschließlich August einen Marktanteil von 7,1% (Vorjahr 6,4%).

In Brasilien lagen die Verkäufe von Light Vehicles im August um 7% über dem Vorjahresmonat. Positive Nachfrageeffekte wurden aufgrund einer Verlängerung der Gewährung von Steuernachlässen erzielt, wodurch das brasilianische Pkw-Geschäft seit Beginn des Jahres um knapp 4% zulegen konnte.

Nachdem der japanische Markt bereits in den vorangegangenen Monaten erste Anzeichen für eine Stabilisierung erkennen lassen hat, lag der Pkw-Absatz im August erstmals seit gut einem Jahr wieder im Plus. In den ersten acht Monaten 2009 wurden mit knapp 2,5 Mio. Fahrzeugen aber noch 16% weniger Pkw als im Vorjahr verkauft.

China verzeichnete im August einen erneuten Absatzboom von 81%. Im bisherigen Jahresverlauf wurden in China knapp 5 Mio. Pkw (+31%) verkauft. Überdurchschnittlich stark nahm der Absatz von Kleinwagen zu, der durch die chinesische Regierung in Form einer Halbierung der Verkaufsteuer auf 5% für Fahrzeuge mit weniger als 1,6 Liter Hubraum gefördert wird.

Der indische Pkw-Markt nimmt weiter an Fahrt zu und erzielte im August ein Absatzplus von 22%, seit Anfang des Jahres legten die Verkäufe damit um 8% zu.


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