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13.08.2010 |

Homag-Finanzvorstand wirft Handtuch trotz schwarzer Zahlen

Der Chief Financial Officer (CFO) der Homag Group AG, Andreas Hermann, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Die Zahlen des Maschinen- und Anlagenbauers können sich indes sehen lassen.

SCHOPFLOCH (DJ/ilk). Andreas Hermann habe den Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen um eine vorzeitige Beendigung seines Vertrages gebeten, teilte der Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie mit. Hermann werde deshalb im Rahmen einer einvernehmlichen Regelung zum 31. März 2011 das Unternehmen aus Schopfloch verlassen. Der Aufsichtsrat hat den weiteren Angaben zufolge die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet.

Höhere Geschäftsvolumina sowie Erfolge bei der Restrukturierung haben der Homag Group AG indes im zweiten Quartal ein deutliches Plus bei Umsatz und Auftragseingang sowie weiter schwarze Zahlen beschert. Das Unternehmen hob vor diesem Hintergrund seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erneut an.

In den drei Monaten per Ende Juni steigerte der SDAX-Konzern seine Einnahmen um nahezu 50% auf 181 (Vorjahr: 122) Mio Euro. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter verdiente Homag 1,6 Mio Euro. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch 7,7 Mio Euro Verlust eingefahren. Der Auftragseingang mit eigenen Maschinen und Umbauten stieg auf 134 (101) Mio Euro, der Auftragsbestand lag zum Halbjahr bei 200 (161) Mio Euro.

Auf dieser Basis plant Homag für das Gesamtjahr nun mit einem Umsatz von mehr als 650 Mio Euro. Zu Jahresbeginn waren 600 Mio Euro in Aussicht gestellt worden, nach dem ersten Quartal hielt das Unternehmen 620 Mio Euro für möglich. Beim Auftragseingang wird mit einer Steigerung um rund 20% gerechnet. An seiner “vorsichtigen” Ergebnisprognose hält der Konzern wurde allerdings fest. Sie sieht ein leicht positives Jahresergebnis auf Basis von schwarzen Vorsteuerergebnissen in den letzten beiden Quartalen vor.

Aus Sicht von Vorstandssprecher Rolf Knoll bestätigt der Geschäftsverlauf des zweiten Quartals, dass sich der Konzern von der Wirtschaftskrise erholt und “in die Erfolgsspur zurückgefunden” habe.

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