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07.02.2012 | Arbeitsorganisation
Arbeitszeitflexibilität hat Priorität

Auf Grund einer unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung und schwankender Auftragslage setzen die Unternehmen auf eine schnelle Anpassung der Kapazitäten durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung.
Gunnar Knüpffer
Düsseldorf. Arbeitszeitflexibilität hat derzeit die höchste Bedeutung in den Unternehmen. Erstmals seit Beginn der Einführung des Ifaa-Trendbarometers im Mai 2009 ist der Platz eins für das wichtigste abgefragte Thema neu besetzt worden. Professor Dr. Stowasser, Direktor des Instituts: „Hier schlägt sich eindeutig nieder, dass auf Grund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung, schwankender Auftragslage und Bestellverhalten der Kunden die Befragten offensichtlich auf schnelle Anpassung der Kapazitäten durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung setzen.“
Gegenüber den vorherigen Befragungen hat die „Arbeitszufriedenheit“ am stärksten an Relevanz gewonnen. „Hier zeigt sich, dass in der Einschätzung nicht nur technische und organisatorische Aspekte einen hohen Stellenwert haben, sondern auch die Motivation und Interessen der Beschäftigen eine hohe, ja sogar steigende Wertschätzung erfahren“, sagt Stowasser.
Ebenfalls und zum wiederholten Male wurde die „demografische Entwicklung“ in ihrer Wichtigkeit hochgestuft – bereits zum fünften Mal in Folge. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (Ifaa) hat in der Zeit von Ende Oktober bis Mitte Dezember 2011 zum sechsten Mal eine Befragung zu der Bedeutung von Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation durchgeführt. Bei dieser Erhebung wurde erstmals auch die Größe des Unternehmens, in dem die Teilnehmer aus der Wirtschaft sind, abgefragt. Für Kleinunternehmen hat die „Arbeitszufriedenheit“ und die „Prozessorganisation“ im Vergleich zur restlichen Wirtschaft überdurchschnittliche Bedeutung, während für größere Unternehmen „Produktionssysteme“ und „ergonomische Arbeitsgestaltung“ eine höhere Bedeutung als im Durchschnitt aller Unternehmensvertreter besitzen.
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