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19.09.2011 |

Online-Benchmark: Mit On-Time-Delivery punkten

Dr. Harald Balzer ist Vorstand der Concept AG und Partner der Fachzeitung Produktion beim Online-Benchmark (Bild: Concept AG).
Dr. Harald Balzer ist Vorstand der Concept AG und Partner der Fachzeitung Produktion beim Online-Benchmark (Bild: Concept AG).

Wie gut sind Deutschlands Fertiger? Seit einem dreiviertel Jahr können Industrie-Unternehmen am Online-Benchmark von Produktion und Concept AG teilnehmen – ein Zwischenfazit.

von Michael Erben

LANDSBERG/STUTTGART (ilk/ks). Niedrige Ausschussquoten zusammen mit einem kleinen ppm-Wert, eine minimierte Bestandsquote sowie ein gutes Verhältnis zwischen Beständen und Materialquote, dazu eine gute On-Time-Delivery zu den Kunden gepaart mit kleinen Durchlaufzeiten für die Hauptvolumenträger. Wer hier punkten konnte, stand ganz oben im Ranking des vom Stuttgarter Consultingunternehmen Concept AG gemeinsam mit der Fachzeitung Produktion durchgeführten Online-Benchmarks für die Produktionsabläufe kleiner und mittlerer Unternehmen. Unter ‚www.produktion.de’ konnten Unternehmen eine Einschätzung zur Situation ihrer Produktion erhalten – vorausgesetzt in den interaktiven Fragebogen wurden ausreichend Einzelinformationen zur Prozessqualität des Unternehmens und aussagefähige Kennziffern aus dem Produktionsalltag eingetragen. Absolute Vertraulichkeit war garantiert.

Für Teilnehmer am Produktionsbenchmark wurden die Kategorien Versorgungssicherheit durch Lieferanten, Effektivität der Produktion, Prozessqualität gegenüber dem Kunden, Organisation der Informationsflüsse und des Personals, Leistungsfähigkeit des Materialflusses und der Effizienzgrad des Bestandsmanagements ausgewertet. Die Concept-AG-Experten bewerteten eine zuverlässige Auslieferung zu den Kunden besonders hoch. Denn mit den aktuell hochgefahrenen Produktionskapazitäten sind besondere Risiken verbunden, so vor allem, was die Abhängigkeit von stets lieferfähigen Lieferanten anbelangt.

Auf fünf Bereiche kommt es der Concept AG an: Zwischen diesen Größen liegen bei einigen Teilnehmern noch Optimierungspotenziale verborgen (Quelle: Concept AG).

Zur Früherkennung von Engpässen und Auftragswechseln kann die Logistik im Sinne eines Bindeglieds zwischen Lieferanten und Kunden genutzt werden. Wenn an dieser Stelle die Kommunikation effizient und zielgerichtet ausgestaltet ist, ist viel geholfen. Insgesamt half das Benchmarkverfahren, sowohl Top-Leistungsmerkmale wie durchaus auch Potenziale zur Verbesserung aufzudecken. Concept-AG-Vorstand Dr. Harald Balzer: „Produktionsoptimierung ist eine ständige Herausforderung. Unsere Bewertung qualitativer und quantitativer Aussagen setzte voraus, dass die Teilnehmer kaufmännische und technische Kennzahlen bereitstellten.“ Aus der Kombination beider Kennzahlengruppen resultieren Schlüsselgrößen, welche den Blick für steuerungsrelevante Zusammenhänge schärfen.

Die Zwischenergebnisse des Benchmarks zeigen unmittelbar auf, womit produktionsstarke Unternehmen punkten.

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