15.04.2011 |

Optimierte Produktion: Die transparente Informationsversorgung

In einem Fertigungsunternehmen den Informationsfluss in der Produktion zu optimieren, heißt zweierlei: Die Reibungsverluste in der Informationsversorgung zu eliminieren und für Abweichungen vom Normallauf die entsprechenden Durchgriffsregelungen zu etablieren.

von Dr. Harald Balzer, Concept AG

Im Vordergrund stehen die Automatisierung personal- oder zeitintensiver Prozesse, die Verbesserung der internen Kommunikation und nicht zuletzt die Steigerung der generellen Auskunftsfähigkeit. Ergänzend dazu, muss es ein Alarmverfahren geben. Beides zusammen ist der ‚Return’ gezielter Investitionen in die Informationsversorgung. Für die tägliche Routine und die Umsetzung von Projekten hat dies meist die IT-Abteilung zu verantworten. Der Produktionsleiter und in Maßen auch die Geschäftsleitung eines Unternehmens sind jedoch gefordert, die Linie vorzugeben und zumindest einmal pro Quartal den Fortschritt zu evaluieren.

Hier geht es zum Online-Benchmark der Concept AG und der Fachzeitung Produktion

Wer genauer hinschaut, wird in der überwiegenden Mehrzahl von Unternehmen im Produktionsumfeld nach wie vor unkontrolliert gewachsene Datenbestände antreffen. Infrastrukturen wie die der SAP im Rechnungswesen und Controlling, im Auftragsdatenmanagement und in der Unterstützung der Supply Chain haben dem früheren Datenchaos in den Stücklisten zwar vielerorts Einhalt geboten. Doch dort, wo die Wertschöpfung unmittelbar entsteht, also in der Produktion, ist dieses Chaos auf Grund der nicht einheitlichen Nomenklatur der Begleitdokumente sowie der Inkonsistenz der Daten über viele Systeme hinweg noch nicht überall vollständig behoben. Dadurch beansprucht die elektronische Abwicklung vieler geschäftlicher Vorgänge, insbesondere der täglich massenhaften Geschäftsvorfälle über die Grenzen eines Unternehmens hinaus, mehr Zeit als nötig. Wenn Veränderungen in der Produktion anstehen, wird daraus dann der Ernstfall. Es kommt darauf an, aus den Prozessen heraus einen Bebauungsplan für Beschreibung und Kontext, Korrektheit, Vollständigkeit, Aktualität sowie insbesondere Verwendung der Daten zu entwickeln.
Oberstes Gebot für diesen Bebauungsplan ist, für weniger Redundanzen und mehr Standardisierung zu sorgen. Wenn in der Produktion vermehrt auf das Gleichteileprinzip gesetzt wird, kann dies genauso in den begleitenden Formularen und Bestellvorgängen geschehen. Falsch wäre, ausschließlich auf schlanke Abläufe zu setzen. Größtmögliche Flexibilität ist das Ziel. Zentrale Verwaltung muss mit einer Zugriffsberechtigung am Ort des Geschehens einher gehen. Dezentrale Entscheidungen müssen im zentralen Steuerungscockpit sichtbar sein. Die entscheidende Managementfrage lautet: Haben wir integrierte Regelkreise, die uns in Krisenzeiten Handlungsfreiheit bieten?


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