28.09.2011 | Management

Studie: Automobilzulieferer sollen sich auf Produkt-Innovationen konzentrieren

China: Der dynamische Automobil-markt wird einer Studie zu Folge etwas an Schwung verlieren. (Bild: Fotolia)
China: Der dynamische Automobil-markt wird einer Studie zu Folge etwas an Schwung verlieren. (Bild: Fotolia)

Ein leicht abkühlender Automobilmarkt in China, stagnierende Autoverkäufe in entwickelten Märkten und die Finanzmarktturbulenzen dürften die Gewinne der Automobilzulieferer 2011 reduzieren.

Gunnar Knüpffer

München/Frankfurt. Weltweit müssen sich die Automobilzulieferer in diesem Jahr auf eine leicht sinkende Profitabilität einstellen. Gründe dafür sind ein seit Anfang des Jahres geringfügig abkühlender chinesischer Automobilmarkt, stagnierende Verkaufszahlen in den entwickelten Märkten aufgrund der aktuellen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten sowie höhere Rohmaterialpreise. Zu diesem Ergebnis kommt die „Global Automotive Supplier Study“ der Beratung Roland Berger sowie Lazard.
Auch der Preisdruck der Automobilhersteller auf die Zulieferer soll wieder eine größere Rolle spielen. „2008 und 2009 haben die OEM weniger Druck auf ihre Zuliefer ausgeübt, weil das Zuliefer-Volumen viel niedriger ausfiel und weil sie ihre Versorgungsbasis schützen wollten“, sagt Felix Mogge von Roland Berger Strategy Consultants. „Aber seit Mitte 2010 bemerken wir wieder extrem hohen Preisdruck auf  die Zulieferer.“ Neben der Beibehaltung der Profitabilität und einer Ausweitung ihrer weltweiten Lieferfähigkeit sollten sich die Zulieferer nach Ansicht von Roland Berger vor allem auf Produkt-Innovationen konzentrieren. „Nur Zulieferer, die sich durch überragende Produkte von Konkurrenten unterscheiden, werden EBIT-Margen von mindestens 6 % erzielen“, sagt Mogge, „andere nur 3%“.

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