20.05.2011 | Arbeitsorganisation

Vbw will mehr Flexibilität

Der Kündigungsschutz sollte erst nach drei Jahren Betriebszugehörigkeit gelten, fordert Vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt. (Bild:  Fotolia. Imageteam)
Der Kündigungsschutz sollte erst nach drei Jahren Betriebszugehörigkeit gelten, fordert Vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt. (Bild: Fotolia. Imageteam)

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Sie bringe mehr Beschäftigung und stärke die Wettbewerbsfähigkeit.

Gunnar Knüpffer

MÜNCHEN. Als „Beschäftigungsbremse“ hat der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, die Kündigungsschutzregeln bezeichnet. „Der Kündigungsschutz sollte erst ab einer Betriebszugehörigkeit von mindestens drei Jahren gelten und nicht wie bisher nach sechs Monaten“, forderte Brossardt auf dem Vbw-Kongress „Erfolgreiche Wirtschaft durch flexible Beschäftigung“. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten zudem vorab „frei vereinbaren“ können, dass dem Arbeitnehmer gegen Zusage einer gemeinsam festgelegten Abfindung gekündigt werden kann, ohne dass dieser dagegen klagt. Beides würde nach Ansicht des Vbw-Hauptgeschäftsführers dazu führen, dass die Firmen ihre Mitarbeiterzahl „flexibel an Produktzyklen und an die Auftragslage anpassen können“ und weniger zögern, bei zusätzlichen Aufträgen neue Mitarbeiter einzustellen.
Auch bei der so genannten sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen forderte Brossardt eine Ausweitung von zwei auf fünf Jahre. Damit hätten „insbesondere Arbeitslose und Geringqualifizierte mehr Chancen“ auf dem Arbeitsmarkt. Dies trage auch zur Sicherung des Arbeitskräftebedarfs bei, meinte der Hauptgeschäftsführer des Vbw.
Nach Ansicht von Brossardt gehe der Erfolg am Arbeitsmarkt zu einem beträchtlichen Teil auf Arbeitsmarktreformen zurück wie etwa die Deregulierung der Zeitarbeit.

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