19.12.2011 | Die Sieger
Werksreport PAS Polska: “Go East”, aber richtig!

Modernste Fertigungsstrukturen, konsequente Kundenorientierung und höchste Flexibilität haben zum Sieg des Werkes PAS Polska in Opalenica in der Kategorie “Hervorragende Produktion in EU-Beitrittsländern” geführt.
von Sebastian Moser
PL-OPALENICA (sm). „Höchste Priorität bei all unseren Bemühungen hat stets die konsequente Kundenorientierung mit Blick auf Qualität, Preis, Liefertreue und Flexibilität“, umreißt Bernd Klein, Mitglied des Managements bei der PAS-Gruppe, die Philosophie seines Unternehmens. Davon überzeugte sich die Jury zum Wettbewerb „Fabrik des Jahres“ vor Ort und kürte das Werk im polnischen Opalenica bei Poznan zum diesjährigen Sieger in der Kategorie „Hervorragende Produktion in EU-Beitrittsländern“.
In der Begründung heißt es: „Durch Zusammenlegung einzelner Betriebsbereiche wurde ein effizientes, flussorientiertes Layout mit guter Flächennutzung realisiert und damit die Grundlage für eine starke Verbesserung der Standortproduktivität gelegt. Darüber hinaus wurde eine Reihe von smarten Automatisierungslösungen realisiert. In der Systemblendenmontage wird Produktivität im Minutentakt erfasst und ermöglicht Ursachenanalyse auf Basis einer Ausschussdatenbank. In der Kabelbaummontage sticht die Entwicklung einer Low-cost-automation-Lösung für Kabellegebretter in Form eines einfachen Karussell heraus, das die Investitionskosten senkt.“
Bernd Klein, Mitglied des Managements der PAS Gruppe: "Wir werden weiter in unseren Standort Polen investieren. Ziel sind noch schlankere Produktionsstrukturen." (Bild: Produktion).
Einige Details liefert Klein: „Auf Kundenwünsche flexibel reagieren kann nur, wer jederzeit sämtliche Produktionsprozesse überblickt. Deshalb haben wir ein hochmodernes und intelligentes Logistiksystem, das vom Wareneingang bis hin zum Versand des fertigen Produkts jeden noch so kleinen Schritt lückenlos erfasst“. Mindestens ebenso wichtig sind modernste Fertigungstechnologien: Highlight sind dabei automatische Anlagen für die Verbindung des Kabels mit dem Stecker per Schneidklemmtechnik IDC (Insulation-displacement connector). Bei diesem Verfahren wird das Kabel in einen Schlitz des Steckers eingelegt. Anschließend wird der Schlitz zusammengepresst, wodurch alle Adern einmal durch Schneidklemmen kontaktiert werden. „Es gibt nur wenige, die diese aufwändigen und teuren Anlagen bauen und betreiben können. Wir haben diese Maschinen gemeinsam mit dem Hersteller zur Serienreife gebracht“, berichtet Fertigungsleiter Piotr Krygowski.
Mindestens ebenso aufwändig ist die vollautomatische Prüfung der Kabelbäume: „Der Kabelbaum ist das zentrale Nervensystem eines modernen Haushaltsgerätes, denn jedes Signal und jeder Steuerbefehl wird hier übertragen. Für absolute Betriebssicherheit des Gerätes ist eine Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit, Vibrationen und hohe Temperaturen wesentlich. Jeder der rund 12 Millionen jährlich produzierten Kabelbäume wird daher mehrmals geprüft und muss das Haus fehlerfrei verlassen“, erklärt Piotr.
Das Werk im polnischen Opalenica ist laut Bernd Klein ein Juwel innerhalb der gesamten PAS-Gruppe und demonstriert eindrucksvoll, wie ein Unternehmen von den Vorteilen des Produktionsstandortes Polen profitieren kann. Klein: „Wir werden weiter in unseren Standort Polen investieren. Ziel sind noch schlankere Produktionsstrukturen, von denen unsere Kunden durch günstigere Preise profitieren“.
aus Produktion Nr. 51-52, 2011
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