Daniel Dombach: Kunden und Endverbraucher erwarten heute immer schnellere Warenlieferungen sowie

Daniel Dombach: Kunden und Endverbraucher erwarten heute immer schnellere Warenlieferungen sowie einen Echtzeitüberblick über den Lieferfortschritt ihrer Bestellungen. Bild: Motorola

Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht das Thema Industrie 4.0 für Motorola?
Die globale Vernetzung von Unternehmen sowie das Zusammenwachsen von realer und virtueller Welt und die damit einhergehenden, wechselnden Kundenbedürfnisse erfordern auch in der Industrie Veränderungen. Industrie 4.0 bezeichnet für uns den Trend zur Optimierung von Unternehmensprozessen, auch in der Produktion. Ziele sind transparentere Abläufe, ein effizienteres Supply-Chain-Management, eine höhere Produktivität von Mitarbeitern sowie die Steuerung von Wertschöpfungsketten in Echtzeit.

Wie wichtig ist der Bereich Logistik in dieser Hinsicht?
Logistik und Supply-Chain-Management sind die Basis für ein optimal ausgestattetes und organisiertes Lager und damit eine reibungslos funktionierende Produktion. Wir sehen den Trend zu kleineren Auftragsgrößen in der Industrie sowie zu sich häufig ver­ändernden Produkten. Diese Entwicklungen erfordern optimierte Supply-Chain-Lösungen, Mitarbeiter, die mobil auf Unternehmensdaten zugreifen können sowie eine erhöhte Transparenz der Lieferkette.

Welche Lösungen liefert Motorola für die Industrie?
Motorola bietet ein Portfolio an mobilen Kommunikationslösungen für den professionellen Einsatz im Unternehmen. Im indus-
triellen Umfeld empfiehlt sich vor allem die Nutzung von Scannern, mobilen Computern, Funkgeräten und Voice-over-Wireless-LAN-Lösungen, die die Kommunikation zwischen den Teams gewährleisten – vom Produktionsleiter über den Arbeiter an der Produktionslinie bis zum Qualitätsmanager. Die Motorola Barcode- und RFID-Lösungen mit drahtloser Datenübertragung ermöglichen ein Lagermanagement in Echtzeit. Gemeinsam mit seinem Partnernetzwerk bieten wir unseren Kunden Software- und Hardwarelösungen aus einer Hand.

Welche Industrietrends sehen Sie aus Ihrer Sicht?
Produktionsunternehmen stehen vielen Herausforderungen gegenüber, welche die Entwicklung der Unternehmensprozesse auch in Zukunft prägen. So werden die Abläufe rund um die Fertigung immer weiter automatisiert und beispielsweise papierbasierte Prozesse durch technologiebasierte Lösungen ersetzt. Statt die Bearbeitung von Aufgaben oder Materialeinsatz an der Produktionslinie oder im Lager manuell zu erfassen und später in IT-basierte Warenmanagementsysteme zu übertragen, können Mitarbeiter die Daten nun direkt digital erfassen. Dies spart ihnen nicht nur Zeit, sondern vermeidet auch potenzielle Fehler. Ein weiteres wichtiges Thema, das essenziell für die Positionierung von Unternehmen im internationalen Wettbewerbsumfeld ist: die Transparenz der Lieferkette. Denn Kunden und Endverbraucher erwarten heute immer schnellere Warenlieferungen sowie einen Echtzeitüberblick über den Lieferfortschritt ihrer Bestellungen. Durch den Einsatz von RFID-Lösungen und modernen Kennzeichnungssystemen wie Direct Part Marking lassen sich Produkte lückenlos identifizieren und über die gesamte Supply Chain hinweg nachverfolgen.