Zum Beispiel unvollständige Auträge und Arbeistanweisungen oder falsche Proritäten führen zu

Zum Beispiel unvollständige Auträge und Arbeistanweisungen oder falsche Proritäten führen zu Abstimmungsproblemen (26 Prozent).

Warum sind Mitarbeiter oft dauerhaft überlastet und gestresst und und warum haben Führungskräfte oft ein hohes Arbeitspensum, erzielen dennoch nicht die Ergebnisse, die von ihnen erwartet werden? Diese Fragen will die Studie “Kosteneffizienz durch Wertschöpfung” von Factor P beantworten, die Produktion exklusiv vorliegt. Demnach ist 40 Prozent der Arbeitszeit von gewerblichen operativen Mitarbeitern wie Maschinenführern, Instandhaltern und Lagerarbeitern nicht wertschöpfend. Bei administrativen Mitarbeitern wie Sachbearbeitern, Planern und Einkäufern beträgt dieser Wert sogar 46 Prozent.

Nicht-wertschöpfende Zeiten resultieren aus Problemen mit der Abstimmung und Informationsbeschaffung (26   Prozent) und entstehen durch Wege und Transport (24 Prozent). Wertschöpfung erfolgt auch nicht, wenn Mitarbeiter eigentlich verfügbar wären, aber nicht für konkrete Tätigkeiten eingesetzt werden (12 Prozent), wenn Nacharbeit durch Qualitätsprobleme (11 Prozent) nötig ist und wenn Fehler analysiert und behoben werden (8 Prozent).

Der Studienautor und Geschäftsführer von Factor P, Alexander Maier, kommt zu dem Schluss, dass die zentrale Ursache für Wertschöpfungsverluste im Mittelstand mangelhafte Personalführung ist. Denn die Führungskräfte führen nur 12 Prozent ihrer Arbeitszeit ihre Mitarbeiter proaktiv. 22 Prozent ihrer Zeit verwenden sie für proaktive Administration und Planung. Proaktive Tätigkeiten – lateinisch: voraushandelnd – werden von Führungskräften vorbeugend umgesetzt, um zukünftige Probleme zu vermeiden. Dagegen geht viel Zeit für reaktive Tätigkeiten drauf: für operative Arbeit (23 Prozent). 10 Prozent der Zeit wird für passives Steuern, 12 Prozent für Warten und Wege verwendet.

Der Studie zu Folge empfinden 97 Prozent der Führungskräfte die Notwendigkeit für Veränderungen. Nach Ansicht von Maier sollten Führungskräfte die Situation dabei ganzheitlich betrachten. Dann würden sie die Mitarbeiter motivieren und den Hebel auf Veränderung stellen können. Sie sollten gemeinsam greifbare Werte und Ziele definieren und den Mitarbeitern Handlungsspielraum verschaffen, damit diese schnelle Erfolge realisieren können.

Gunnar Knüpffer