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15.09.2010 | IT & Software
SAP: Das kritisieren die Anwender

SAP-Roadmap, Preismodell, IT-Komplexität und Wirtschaftlichkeit sind die strategischen Top-Themen der SAP-Anwender.
Unter 365 IT-Leiterinnen und IT-Leitern steht derzeit das Thema SAP-Produkt-Roadmap mit Abstand an oberster Stelle, ergab eine Befragung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V.. „Verbindliche Informationen zu den geplanten SAP-Produkten und ihren Erweiterungen zu erhalten sowie deren Abgleich mit den Kundenerwartungen, steht ganz oben auf der Anforderungsliste der CIOs. Je früher wir uns auf zuverlässige Informationen von SAP stützen können, desto besser können wir planen“, erläutert Werner Schwarz, CIO der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG und Mitglied des CIO-Beirats der DSAG. So gibt es aktuell viele Fragen zur Zukunft von SAP ERP 6.0 und zu den technischen Plattformen.
Handlungsbedarf seitens SAP sehen die Befragten zudem beim SAP-Preismodell. Die Preisliste wird aktuell als zu komplex empfunden. Von SAP definierte Preismetriken lassen sich nur teilweise mit der betriebswirtschaftlichen Realität bei Kunden vereinbaren. Mehr Flexibilität beim Lizenzmodell würde außerdem helfen, den Einsatz von Produkten an sich wandelnde Unternehmensstrukturen anzupassen. Außerdem geht es darum, das Preismodell transparenter zu gestalten. Wünschenswert wäre zudem die Wartung bedarfsorientiert zu bepreisen.
An dritter Stelle folgt die Wirtschaftlichkeit. Die Kostentreiber im Betrieb von SAP-Umgebungen zu identifizieren und einzudämmen, sehen die Umfrageteilnehmer als wichtige Aufgabe der SAP an. Ebenso wie Maßnahmen aufzuzeigen, wie sich Kosten etwa bei Releasewechseln oder Upgrades reduzieren lassen.
Ein weiteres Top-Thema, das die CIOs derzeit beschäftigt, ist die IT-Komplexität. Das Know-how, wie sich diese beherrschen oder vereinfachen lässt und wie der Ressourcenbedarf, um eine SAP-Landschaft zu betreiben, reduziert werden kann, werden ebenfalls stark diskutiert.
Diese vier Themenkomplexe haben die DSAG-CIOs als Aktivitätsschwerpunkte identifiziert, die gemeinsam mit SAP in Angriff genommen werden sollen. Werner Schwarz blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Ergebnisse der Umfrage bilden das Fundament für die weitere konstruktive Zusammenarbeit, von der sowohl SAP als auch die Anwender profitieren werden. Nun liegt es an beiden Seiten, diese Chance zu nutzen.“
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