30.11.2011 |

Auftragseingang im Maschinenbau bleibt stabil

Der Auftragsbestand im Maschinenbau bleibt mit 5,7 Monaten weiterhin hoch und wächst laut dem VDMA derzeit sogar noch (Bild: Mikhail Kukartsevv -Fotolia.com).

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau konnte im Oktober im Auftragseingang abermals ein – wenn auch kleines – Plus erwirtschaften. Der von befürchtete Einbruch bei den Bestellungen ist weiter ausgeblieben.

FRANKFURT (ks). Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Oktober 2011 um real 1% über dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft stieg um 5%, das Auslandsgeschäft sank um 1% im Vergleich zum Vorjahresniveau, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mit.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich August bis Oktober 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 5% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 8% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 3%.

“Der sich fortsetzende Tempoverlust der Maschinennachfrage dürfte in erster Linie zyklisch bedingt sein“, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Allerdings sei das Umfeld angesichts von Euro- und Schuldenkrise schwierig. Der VDMA geht aber laut Wiechers davon aus, dass sich die moderatere Entwicklung fortsetzt und sich keine Panik breitmacht.

Zum Vergrößern der Grafik bitte klicken (Quelle: VDMA).

Der Auftragsbestand bleibt weiterhin hoch, er beträgt 5,7 Monate und damit kaum weniger als noch im Juli. “Die Auftragseingänge sind nach wie vor höher als der Umsatz, es werden Auftragsbestände aufgebaut”, sagte Wiechers weiter. Andererseits hätten die Unternehmen ihre Kapazitäten erhöht und könnten so die Aufträge schneller abbauen, was Engpässe entschärfe, so der Chefvolkswirt des VDMA.

Mit knapp 36 Mrd Euro haben die Maschinenexporte im 3. Quartal ihre alten Höchststände aus dem Jahr 2008 erreicht. Die Branchen Antriebstechnik, Fördertechnik und Baumaschinen waren dabei laut Wiechers die größten Exporteure. Diese Entwicklung ging aber mit massiven Verschiebungen einher: Europa hat an Bedeutung verloren, Ostasien gewonnen. Im Jahr 2008 gingen noch fast 60% der Exporte nach Europa, heute sind es nur noch 52%. Parallel dazu stieg der Anteil der Exporte nach Ostasien um 7% auf nunmehr fast 30%, so Wiechers.


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