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17.02.2011 |

Audi und Voith wollen beim Leichtbau kooperieren

Audi will im Leichtbau künftig mit dem Maschinenhersteller Voith kooperieren. Eine Absichtserklärung über eine entsprechende Entwicklungspartnerschaft sei unterzeichnet worden, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Ziel sei es, die Industrialisierung von faserverstärkten Werkstoffen für die automobile Großserienproduktion voranzutreiben und neue Werkstoffe zu entwickeln.

Die Voith GmbH beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Einsatz von kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) im industriellen Anlagenbau. Die Expertise der Heidenheimer will Audi mit der Kooperation nun auch für den Automobilbereich nutzbar machen.

Die Ingolstädter setzen bei ihren Leichtbau-Bemühungen auf eine Mischbauweise, in der Werkstoffe wie Aluminium, Stahl, Magnesium, aber auch CFK gemeinsam zum Einsatz kommen. In Neckarsulm betreibt der Autobauer ein eigenes Leichtbauzentrum.

Durch den Einsatz von Materialien wie karbonfaserverstärkten Kunststoffen kann das Gewicht von Autos reduziert werden, wodurch der Kraftstoffverbrauch und die Emissionswerte sinken. Auch und gerade bei alternativen Antriebstechnologien ist das Karosseriegewicht bedeutend, da der Antriebsstrang beispielsweise bei Elektro-Fahrzeugen deutlich schwerer als bei Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren ist. Das Gewicht ist neben der Batteriekapazität der zweite reichweitenlimitierende Faktor bei strombetriebenen Autos. Durch den Einsatz von Leichtbau-Komponenten kann dieser Problematik zumindest teilweise entgegengesteuert werden.

Konkurrent Daimler gründete erst vor wenigen Wochen ein Karbonfaser-Joint-Venture mit dem japanischen Entwicklungspartner Toray Industries, BMW kooperiert bei leichten, hitze- und korrosionsbeständigen Kohlenstofffasern mit dem Wiesbadener Spezialisten SGL Carbon.

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