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10.11.2010 | Automotive
Deutz trotz roter Zahlen optimistisch
Dank zahlreicher Aufträge für Nutzfahrzeuge, Land- und Baumaschinen hat es der Motorenbauer Deutz fast zurück in die schwarzen Zahlen geschafft.
KÖLN (Dow Jones/ks)–Zwischen Januar und September stand unter dem Strich noch ein Minus von 13 Mio Euro nach einem Verlust von 25 Mio Euro im selben Zeitraum des Vorjahres, wie das im SDAX gelistete Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dennoch zeigte sich Deutz zuversichtlich und legte die Zielmarke für das laufende Jahr höher.
Zwischen Juli und September brachten die Kölner mit 40.493 Motoren 54% mehr Antriebe an die Kunden als im Vorjahreszeitraum. “Aufgrund der äußerst erfreulichen Geschäftsentwicklung gehen wir nun davon aus, dass wir in diesem Jahr mehr als 165.000 Motoren verkaufen werden”, erklärte der Vorstandsvorsitzende Helmut Leube. Zuvor hatte er 150.000 für möglich gehalten. Im vergangenen Jahr hatte der Hersteller von Dieselmotoren für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und Stromerzeugungsgeräte 117.961 Aggregate verkauft.
Nachdem vor allem die zuvor weggebrochenen Verkäufe von Dieselmotoren für Baumaschinen wieder deutlich anzogen, verbuchte Deutz im dritten Quartal mit 286 Mio Euro knapp die Hälfte mehr Einnahmen als im Vorjahreszeitraum. Die Kölner profitierten hier stark von der Erholung ihres wichtigsten Kunden Volvo. Dass das Umsatzwachstum nicht mit dem Zuwachs an Motorenverkäufen mithalten konnte, lag vor allem an deutlich mehr Verkäufen kleinerer Motoren für Baumaschinen. Bis zum Jahresende soll der Umsatz nun auf knapp 1,2 Mrd Euro steigen. Nach zwei verlustreichen Jahren soll 2010 früheren Angaben zufolge auch unter dem Strich wieder ein Gewinn anfallen.
Mit dem Rückenwind durch vollere Auftragsbücher will Deutz in diesem Jahr die roten Zahlen verlassen. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten soll das Ergebnis (EBIT) bei mehr als 30 Mio Euro liegen. Bis Ende September erwirtschaftete Deutz ein bereinigtes EBIT von 25 Mio Euro. Den Löwenanteil steuerte der Geschäftsbereich Customised Solutions bei, der die luftgekühlten Baureihen und flüssigkeitsgekühlte Motoren mit mehr als acht Litern Hubraum umfasst sowie das renditestarke Servicegeschäft. Auch das Geschäft mit Kompaktmotoren etwa für Baumaschinen schaffte es zurück in die schwarzen Zahlen.
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