15.04.2011 | Automotive

Autoindustrie leidet weiter unter Lieferengpässen

Der Teilemangel durch die Katastrophe in Japan legt die Autoindustrie zum Teil lahm (Bild: Toyota).
Der Teilemangel durch die Katastrophe in Japan legt die Autoindustrie zum Teil lahm (Bild: Toyota).

Vor allem die ständigen Stromausfälle in Japan setzen den Halbleiterherstellern zu und führen zu Produktionsausfällen in der Autoindustrie. Toyota produziert zeitweise mit halber Kraft, Bosch rechnet mit Auswirkungen bis ins zweite Halbjahr hinein.

TOKIO (Dow Jones/ks)–Bei Toyota ist weiterhin offen, wann der Automobilhersteller zu voller Produktionsstärke in seinen heimatlichen Werken zurückkehren wird. Vom 10. Mai bis zum 3. Juni werde die Produktion in allen japanischen Werken laufen, teilte die Toyota Motor Corp am Freitag mit, allerdings nur mit halber Kraft. Die Fertigung über diesen Zeitpunkt hinaus hänge von der Teileversorgung ab. Vergangene Woche hatte Toyota die Wiederaufnahme der Fertigung zum 18. April angekündigt. Allerdings wird sie zunächst nur bis zum 27. April laufen und anschließend planmäßig wegen der Werksferien bis zum 10. Mai unterbrochen. Über die Produktion nach den Werksferien hatte der Konzern bislang keine Angaben gemacht.

Nach Einschätzung des weltgrößten Zulieferers Bosch wird die Automobilindustrie noch länger mit den Folgen des verheerenden Erdbebens in Japan zu kämpfen haben. Die Katastrophe werde sich sicher bis ins zweite Halbjahr hinein auswirken, sagte Bernd Bohr, der Leiter der Kraftfahrzeug-Sparte, auf der Bilanzpressekonferenz.

Problematisch seien vor allem auch die ständigen Stromausfälle, die die Halbleiterproduktion beeinflussten. Eigentlich müssten Produktionslinien für Halbleiter ohne Unterbrechung 24 Stunden am Tag laufen, so Bohr.

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