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- Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)
Mainzer Landstr. 55
60329 Frankfurt
07.03.2013 | Chemie
Chemieindustrie hofft auf mehr Schwung

Bei der Chemieindustrie in Deutschland hellt sich die Stimmung nach einem insgesamt erfreulichen Schlussquartal allmählich wieder auf.
von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones
(ks). “Unsere Mitgliedsunternehmen hoffen, dass sich ab Mitte des Jahres die Auftriebskräfte in der Industrie durchsetzen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann. Für die kommenden Monate rechnet der Manager mit moderat steigenden Verkäufen im Inland und in den europäischen Nachbarländern sowie einem deutlichen Plus der Chemieausfuhren nach Übersee. Voraussetzung sei, dass die deutsche Wirtschaft insgesamt in den kommenden Monaten wieder Fahrt aufnehme.
Zuversichtlich stimmt Deutschlands drittgrößte Branche neben dem Exportgeschäft in Länder außerhalb Europas mittlerweile auch das anziehende Inlandsgeschäft. Schon in den vergangenen Monaten hätten die industriellen Kunden im Inland wieder mehr Chemikalien geordert, erklärte der Manager. “Dieser Trend dürfte sich, wenn erneut Rückschläge ausbleiben, im Jahresverlauf 2013 fortsetzen.”
Im Dezember war der Verband für das Inlandsgeschäft in diesem Jahr noch pessimistischer gewesen und hatte für 2013 lediglich eine stabile Entwicklung in Aussicht gestellt. Jetzt wird ein Umsatzplus von 1,5% erwartet. Im vergangenen Jahr war der Inlandsumsatz mit 74 Mrd Euro um 1,4% schwächer als 2011 ausgefallen.
Der Verband hält aber trotz der gewachsen Zuversicht im Inlandsgeschäft an seinen Jahresprognosen weiter fest. Die im Dezember verkündeten Jahresprognosen bestätigt der VCI lediglich. Erwartet wird weiter ein Anstieg der Chemieproduktion um 1,5%, nach einem Rückgang um gut 3% im Vorjahr. Beim Umsatz wird mit einer Zunahme um rund 2% auf etwa 190 Mrd Euro gerechnet, nach einem Plus von 1,3% im Vorjahr. Bei den Erzeugerpreisen wird im Jahresdurchschnitt 2013 ein Anstieg um 0,5% erwartet. Im Jahr 2012 hatte der Preisanstieg bei 2,2% gelegen.
Auch das Europageschäft befindet sich nach Tillmanns Angaben in einem moderaten Aufwärtstrend. Es fehle allerdings noch an Schwung, da die Reformen, Sparprogramme und Anpassungsmaßnahmen Zeit bräuchten, um ihre positive Wirkung auf das Wirtschaftswachstum zu entfalten. Mit einer dynamischen Chemienachfrage in Europa rechnet der VCI 2013 daher nicht.
Die Hoffnungen der deutschen Chemieunternehmen ruhen daher vor allem auf dem Exportgeschäft außerhalb Europas. Von der Nachfrage aus Übersee werde die deutsche Chemie weiterhin profitieren, sagte Tillmann. Das Wachstum wird allerdings geringer als im Vorjahr eingeschätzt. Sand ins Getriebe könnten etwa die Zwangskürzungen im US-Haushalt streuen. Auch für China erwartet der VCI etwas geringere Wachstumsraten als in den Vorjahren. Der Auslandsumsatz soll insgesamt 2013 um 2,5% wachsen.
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