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26.01.2012 |

Elektroindustrie erwartet anhaltendes Exportwachstum

Der ZVEI erwartet für 2012 ein weiteres Exportwachstum von 5% (Bild: BildPix.de - Fotolia.com).
Der ZVEI erwartet für 2012 ein weiteres Exportwachstum von 5% (Bild: BildPix.de - Fotolia.com).

Den Unternehmen der deutschen Elektroindustrie bereitet die Schuldenkrise in Europa derzeit wenig Kopfzerbrechen – die hohe Nachfrage in den Schwellenländer soll auch im laufenden Jahr anhalten.

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–”Wir gehen davon aus, dass der Export auch 2012 mit etwa 5% wachsen wird”, sagte der Chefvolkswirt des Zentralverbands der Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI), Andreas Gontermann. In seine Prognose hat Gontermann bereits die Abkühlung der Konjunktur in den schnell wachsenden Märkten eingerechnet. “Wir lagen in den letzten Jahren aber immer über dem Schnitt der Gesamtwirtschaft.” Zweistellige Zuwachsraten wie im Jahr 2010 werde es aber nicht geben, so Gontermann.

Wachstumstreiber für die Unternehmen sind nach Verbandsangaben vor allem die Automatisierung, die Energietechnik und der Medizinbereich. Die Mitgliedsfirmen des ZVEI profitieren im aktuellen Geschäft von einer Gewichtsverlagerung bei den Absatzmärkten, die seit über zehn Jahren zu beobachten ist. “Während 2000 noch 82% der gesamten Branchenausfuhren in die Industrieländer und erst 18% in die Schwellenländer gingen, lag das Verhältnis 2011 bereits bei 67 zu 33%”, erklärte Chefvolkswirt Gontermann.

Für das abgelaufene Jahr rechnet der ZVEI mit einer Steigerung der Branchenausfuhren um 6% im Vergleich zum Jahr davor. Das entspricht einem Zuwachs des Exportvolumen um 9 Mrd auf 157 Mrd Euro. Nachdem es im Oktober zu einem Rückgang gekommen war, hat sich die Nachfrage aus dem Ausland in den letzten beiden Monaten 2011 wieder stabilisiert.

Zwischen Januar und November sind vor allem die Bestellungen aus den USA und China kräftig geklettert – um 18% bzw. 19% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die USA haben inzwischen Frankreich als größten Importeur für deutsche Elektrotechnik abgelöst, China belegt Rang 3. “Die schwachen Nachrichten aus den USA habe für uns nie in dem Maße zugetroffen”, so Andreas Gontermann. Der ZVEI hat nach eigenen Angaben 1.600 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt 844.000 Mitarbeitern.

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