05.07.2011 |

Französischer und deutscher Elektroverband stellen Forderungen an EU-Politik

ZVEI-Präsident Friedhelm Loh betont: „Unsere Branche hat die Technologien, um Antworten auf die wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen zu geben."

ZVEI und FIEEC fordern Europa-Politiker auf, verbesserte Rahmenbedingungen für Wachstum zu schaffen.

PARIS/FRANKFURT (sp). Der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hat gemeinsam mit dem französischen Elektro-Verband FIEEC (Fédération des Industries Electriques, Electroniques et de Communication) ein Manifest unterzeichnet, in dem die europäische Politik aufgefordert wird, verbesserte Rahmenbedingungen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu schaffen. Aus diesem Anlass diskutierten auf einer gemeinsamen Konferenz in der Pariser Nationalversammlung Unternehmer und Politiker über eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda der EU.

Europäische Infrastrukturen

Das Manifest formuliert unter anderem Anforderungen an europäische Infrastrukturen. ZVEI-Präsident Friedhelm Loh betont: „Unsere Branche hat die Technologien, um Antworten auf die wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen zu geben. Unsere gemeinsame deutsch-französische Erklärung gibt der Elektroindustrie Europas neue Impulse und eine Vision. Sie ergänzt die gemeinschaftlich mit der EU-Kommission erarbeitete europäische Brancheninitiative ‚Electra‘ und positioniert uns als Treiber von Zukunftstechnologien zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas.”

Zukunftsmärkte

Im Einzelnen heißt es in dem Manifest, die EU-Innovationspolitik müsse sich auf Zukunftsmärkte konzentrieren: Klimaschutz und Energieeffizienz, Energiespeichertechnik, Smart Grids, Smart Cities, Elektromobilität, sicheres Cloud Computing, eHealth, Ambient Assisted Living (AAL) und zentrale Treibertechnologien wie Embedded Systems. Die EU müsse den strategischen Wert elektrotechnischer Normung stärker als bisher beachten. Defizite hier seien große Exporthindernisse. Die EU müsse stärker als bisher darauf hinwirken, dass der Welthandel frei und fair ist. Außerdem müsse die EU großes Augenmerk auf die Rohstoffversorgung der Industrie legen. Der freie Zugang zu wichtigen Rohstoffmärkten müsse gesichert und Rohstoffsubstitution und Recycling verbessert werden.


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