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09.11.2011 |

EU-Razzien bei SKF und Schaeffler

Die EU-Kommision verdächtigt Unternehmen, untereinander Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt zu haben (Bild: EU).
Die EU-Kommision verdächtigt Unternehmen, untereinander Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt zu haben (Bild: EU).

Ermittler der EU-Kommission haben eine Razzia bei Wälz- und Kugellagerherstellern wegen des Verdachts von Preisabsprachen durchgeführt. Unter anderem waren der schwedische Produzent SKF und in Deutschland die Schaeffler-Gruppe betroffen.

BRÜSSEL (Dow Jones/ks)–Die EU-Kommission hat am Dienstag mit Razzien bei Kugellagerherstellern begonnen. Es bestehe der Verdacht, dass die Unternehmen des Sektors gegen das Kartellrecht verstoßen haben könnten, begründete die Brüsseler Behörde am Dienstag ihren Schritt. Auch der deutsche Autozulieferer Schaeffler ist betroffen.

Laut der EU-Kommission sind unangekündigte Inspektionen bei Unternehmen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt worden. Dabei habe es sich um Unternehmen gehandelt, die Kugellager für Industriezwecke und im Automobilbereich herstellen.

Bei den Untersuchungen handelt es sich um Inspektionen mit offenen Ausgang. Eine Beschuldigung ist damit ausdrücklich nicht verbunden. Namen der betroffenen Konzerne werden deshalb nicht genannt. Das schwedische Unternehmen SKF AB bestätigte aber Untersuchungen in den Werken Göteborg und Schweinfurt. SKF kooperiere dabei voll und ganz mit der EU, hieß es auf der Internetseite des Unternehmens.

Auch Büros in Deutschland des Wälzlagerherstellers Schaeffler wurden durchsucht, wie eine Sprecherin erklärte. Man werde volle Kooperationsbereitschaft gegenüber den Behörden zeigen. Weitere Details wollte die Sprecherin der Franken nicht nennen.

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