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12.01.2012 | Automotive
GM und IG Metall ringen um Sparkurs bei Opel

Der US-Autobauer General Motors wird einem Agenturbericht zufolge seiner verlustreichen Tochter Opel möglicherweise mehr Produktionsaufträge zuschanzen. Im Gegenzug verlange er eine Zustimmung der Belegschaft zum harten Sparkurs, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und unter Berufung auf Gewerkschaftskreise.
DETROIT (Dow Jones/ks)–Eine mögliche Vereinbarung könne vorsehen, dass Teile der Chevrolet-Fertigung von Südkorea nach Europa zu Opel verschoben würden, zitiert die Agentur mehrere Personen aus dem Umfeld der IG Metall. Ein GM-Sprecher wollte sich zu diesen Informationen gegenüber Reuters nicht äußern. “Management, Betriebsrat und Aufsichtsrat der Adam Opel AG stimmen darin überein, dass Opel profitabel werden muss, auch in Zeiten scharfen wirtschaftlichen Gegenwinds”, sagte er lediglich. “Wir diskutieren gemeinsam über unsere Strategie und werden die Beschäftigten und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten.” Bei Opel war am Donnerstagmorgen zunächst niemand zu erreichen.
Da Opel weiter in den roten Zahlen steckt, musste der Mutterkonzern GM Ende vergangenen Jahres das Ziel begraben, im Europageschäft bereits 2011 die Gewinnzone zu erreichen. Daraufhin verlangten die Amerikaner weitere Einschnitte bei der deutschen Tochter und brachten erneut Werksschließungen ins Spiel. Die Arbeitnehmerseite forderte, GM müsse Opel erlauben, auch außerhalb Europas zu verkaufen. Vom Wachstum in Schwellenländern profitieren derzeit nur die anderen Konzernmarken.
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