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28.02.2012 |

GM will sich offenbar an Peugeot beteiligen

GM-Hauptquartier in Detroit, Michigan: Der US-amerikanische Autoriese könnte den europäischen Sorgenkindern im Automobilbau aus der Patsche helfen (Bild: General Motors).
GM-Hauptquartier in Detroit, Michigan: Der US-amerikanische Autoriese könnte den europäischen Sorgenkindern im Automobilbau aus der Patsche helfen (Bild: General Motors).

Der Opel-Mutterkonzern General Motors will sich offenbar an dem klammen französischen Autobauer PSA Peugeot Citroën beteiligen. Die Verhandlungen seien bereits fortgeschritten und könnten schon in den nächsten Tagen zu einer Einigung führen, berichtetet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf informierte Kreise.

PARIS/NEW YORK (Dow Jones/ks)–Der größte US-Autokonzern will sich dem Bericht zufolge mit weniger als 5% an Peugeot beteiligen. General Motors wollte den Artikel nicht kommentieren – der französische Autokonzern war für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Die deutsche GM-Tochter Opel und Peugeot Citroën gehören momentan zu den größten Sorgenkindern in der europäischen Automobilindustrie. Beide Unternehmen stehen angesichts des schwierigen Marktumfelds in Europa vor harten Einschnitten. Die Franzosen schrieben 2011 operativ rote Zahlen und verbrannten fast 1,7 Mrd Euro. Die beiden europäischen GM-Marken Opel und Vauxhall waren für die Amerikaner, die im vergangenen Jahr mit einem Rekordgewinn glänzten, mit einem Minus von rund 750 Mio US-Dollar der Wermutstropfen.

Opel und Peugeot Citroën sind stark vom weitgehend gesättigten europäischen Markt abhängig. Angesichts der wohl dauerhaft niedrigen Nachfrage schätzen Branchenkenner die Überkapazitäten ein Europa auf etwa ein Viertel. Die Folge ist ein brutaler Preiskampf, der die beiden traditionsreichen Autobauer in den vergangenen Jahren schwer in Mitleidenschaft zog.

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