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27.05.2011 | Maschinenbau

Hermle kommt gestärkt aus der Krise

Ein aktuelles Bearbeitungszentrum der Hermle AG.
Ein aktuelles Bearbeitungszentrum der Hermle AG.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG konnte ihren Aufwärtstrend 2011 bislang fortsetzen.

GOSHEIM (sm). Der Konzernumsatz der Hermle AG stieg im ersten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um gut 93 % auf 48,3 Mio. Euro (Vj. 25,0). Im Inland vergrößerte sich das Geschäftsvolumen auf 22,9 Mio. Euro (Vj. 11,8) und im Ausland auf 25,4 Mio. Euro (Vj. 13,2). Neben der Konjunkturerholung machte sich dabei die zunehmende Nachfrage nach den Hermle-Maschinenneuheiten aus dem Jahr 2010 bemerkbar. Auch das Ergebnis des schwäbischen Werkzeugmaschinenspezialisten verbesserte sich im Quartalsvergleich deutlich.

Die Entwicklung des Auftragseingangs stimmt das Unternehmen zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf: Von Anfang Januar bis Ende März 2011 gingen konzernweit neue Bestellungen im Wert von 79,6 Mio. Euro ein, das sind fast 149 % mehr als im Vergleichszeitraum 2010 (Vj. 32,0). Besonders kräftig – um rund 164 % auf 37,5 Mio. Euro – legten die Inlandsorders zu. Aus dem Ausland kamen mit 42,1 Mio. Euro 136,5 % mehr neue Aufträge herein. Der Auftragsbestand erhöhte sich per 31. März 2011 gegenüber dem Jahresende 2010 von 33,3 Mio. Euro auf 64,7 Mio. Euro. Anfang des zweiten Quartals blieb die Nachfrage unverändert stark, sodass in diesem Zeitraum ein weiterer Umsatzanstieg möglich sein sollte.

Das Investitionsniveau lag im ersten Quartal 2011 mit 0,7 Mio. Euro noch auf Vorjahreshöhe. Im April begann Hermle mit den Bauarbeiten für ein neues Lager- und Logistikzentrum am Firmensitz in Gosheim, das voraussichtlich im Herbst dieses Jahres bezogen wird. Dank seiner weiterhin sehr soliden Finanz- und Vermögenslage kann das Unternehmen die dafür nötigen Investitionen komplett selbst finanzieren.

Zum Stichtag 31. März 2011 nahm die Zahl der Mitarbeiter bei Hermle konzernweit auf 828 Personen (Vj. 812) zu. Davon war der Großteil mit 638 Beschäftigten (Vj. 635) am Standort Gosheim tätig. Durch die höhere Auslastung wachsen die in den letzten beiden Jahren abgebauten Gleitzeitkonten der Belegschaft inzwischen wieder an. Damit kann das Unternehmen für die nächsten Konjunkturzyklen vorsorgen.

Auf der diesjährigen Hausausstellung Mitte April konnte Hermle mehr als 1.900 Besucher aus aller Welt begrüßen. Kunden und Fachleute äußerten sich positiv über die aktuelle konjunkturelle Lage und zeigten großes Interesse an den Produkten von Hermle. Präsentiert wurden zahlreiche Ausstattungsvarianten und Zubehörteile für die Maschinenneuheiten des Jahres 2010. Damit verbessern sich die Absatzchancen dieser Innovationen weiter.

Für das Gesamtjahr 2011 ist das Unternehmen nach wie vor zuversichtlich, ein Umsatzplus im soliden zweistelligen Prozentbereich erzielen und das Ergebnis entsprechend verbessern zu können; vorausgesetzt, die bestehenden finanzwirtschaftlichen Risiken verstärken sich nicht. Die Katastrophe in Japan scheint Hermle aus heutiger Sicht nicht zu beeinträchtigen. 2010 hatte das Unternehmen einen Konzernumsatz von 187,6 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von 24,8 Mio. Euro ausgewiesen.

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