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14.04.2010 | Maschinenbau
Koenig & Bauer grundsätzlich an Wifag interessiert
Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer ist nach dem Scheitern der Übernahmeverhandlungen zwischen Manroland und Wifag grundsätzlich an dem schweizerischen Konkurrenten interessiert.
FRANKFURT (Dow Jones/ks)–”Kontakte zur Wifag gab es bereits früher und auch schon Mal in dieser Angelegenheit. Wenn Wifag daran interessiert ist, sind wir für neue Gespräche offen”, sagte Klaus Schmidt, Director Marketing and Corporate Communications bei dem Würzburger SDAX-Konzern, am Dienstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires.
Die seit Jahren defizitträchtige Wifag war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Am Markt war bereits am Morgen über ein mögliches Interesse von Koenig & Bauer an Wifag spekuliert worden. LBBW-Analyst Stefan Maichl schrieb in einer Studie, Wifag würde perfekt in die Akquisitionsstrategie von Koenig & Bauer passen.
Am Vortag war die geplante Übernahme des schweizerischen Druckmaschinenherstellers durch die krisengebeutelte Manroland AG geplatzt. Aus unternehmensnahen Kreisen verlautete, dass im Zuge der Due-Dilligence-Prüfung potenzielle Risiken in den Wifag-Büchern gefunden worden seien, die manroland nicht zu übernehmen bereit gewesen sei. Daher wurden die Verhandlungen abgebrochen.
Ende Februar hatte Manroland eine Absichtserklärung zum Kauf der Wifag unterzeichnet. Die Übernahme sollte noch im Frühjahr 2010 in trockenen Tüchern sein. Finanzielle Details wurden seinerzeit nicht öffentlich.
Die in Bern ansässige Wifag Maschinenfabrik AG hatte im Oktober 2009 eine neue Entlassungsrunde eingeleitet und suchte seither einen geeigneten Partner, da die kritische Betriebsgröße unterschritten wurde. Mit dem geplanten Verkauf an manroland wollte das Unternehmen nach eigenen Angaben auf den zunehmenden Konsolidierungsdruck in der Branche reagieren. Bereits am Montag hieß es von den Schweizern, “weitergehende Lösungen mit Branchenvertretern” blieben trotz der gescheiterten Transaktion eine Option.
Die Wifag gehört zur Wifag-Polytype Gruppe. Die Muttergesellschaft erlöste 2008 mit 1.500 Mitarbeitern mehr als 500 Mio Schweizer Franken.
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