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03.06.2011 | Maschinenbau

Mapal wieder voll auf Kurs

Hat sein Unternehmen erfolgreich durch die Krise geführt: Dr. Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter der Mapal Dr. Kress KG.
Hat sein Unternehmen erfolgreich durch die Krise geführt: Dr. Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter der Mapal Dr. Kress KG.

Die Mapal Gruppe konnte im Jahr 2010 sehr deutlich vom allgemeinen Wirtschaftsaufschwung profitieren. So rasant und überraschend der Abstieg der Weltwirtschaft im Jahre 2009 war, so steil war im Jahr 2010 der Aufstieg.

AALEN (sm). „Das Jahr 2011 hat sehr gut begonnen. Wir sind weit über dem Auftragseingang, den wir im Jahr 2008 beziehungsweise 2010 gehabt haben. Die Frage ist heute, wie schnell wir auf den zusätzlichen Bedarf reagieren können, den unsere Kunden derzeit haben. Jetzt zahlt es sich für uns aus, dass wir während der Krise fast kein Personal abgebaut haben.“, berichtet Dr. Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter der Mapal Dr. Kress KG mit Sitz in Aalen. Was Umsatz und Auftragseingang betreffe, wurde bereits im Jahr 2010 ein recht gutes Ergebnis erzielt. Der Umsatz in der Mapal Gruppe konnte auf 310 Mio Euro und damit wieder auf das Niveau von 2008 gesteigert werden. Der Auftragseingang 2010 lag um etwa 10% über diesem Niveau. „Im Jahr 2011 scheint sich der Aufwärtstrend zu bestätigen, so dass wir von einem ebenfalls guten Jahr ausgehen.“, so Dr. Dieter Kress.  

Ganz besonders kamen dem baden-württembergischen Unternehmen seine sehr großen Investitionen in die Fertigung in den Jahren 2007/2008 zugute. In dieser Zeit wurden die Wendeplattenfertigung in Aalen, die Produktion der Vollhartmetall-Werkzeuge bei der Firma Miller, sowie die Herstellung der PKD-Werkzeuge bei Mapal WWS umfassend modernisiert und erweitert. Dadurch standen den Kunden leistungsfähige und technisch hoch entwickelte, vor allen Dingen jedoch ausreichende Fertigungseinrichtungen zur Verfügung. Deshalb konnte die Mapal Gruppe im Jahre 2010 in vollem Umfang von dem einsetzenden starken Aufschwung profitieren. Die Investitionen betrugen im Jahre 2010 ca. 15 Mio. Euro, davon ca. 50 % in Deutschland. Neben den Ersatzinvestitionen wurden auch bereits wieder Erweiterungsinvestitionen durchgeführt. Auf dem wichtigen Gebiet Forschung und Entwicklung hat Mapal auch 2009 und 2010 nicht gespart. Das Versuchsfeld wurde umfassend modernisiert und um einen Besucherbereich erweitert. Neue Maschinen wurden angeschafft für das Engagement in der Flugzeugindustrie und für die Entwicklung von Wendeplattenwerkzeugen. Damit sei es gelungen, neuartige und sehr erfolgreiche Werkzeuge zu entwickeln,  besonders bei der Bearbeitung der neuen Werkstoffe CFK und GFK. Aber auch das restliche Programm wurde weiter entwickelt – Diamantwerkzeuge, neuartige Vollhartmetallwerkzeuge, und  die bewährten Mapal-Einmesser-Reibahlen mit Führungsleisten.

Die Mapal Gruppe ist laut Dr. Dieter Kress zudem intensiv dabei, ihr Engagement in Asien weiter zu verstärken, denn der Bedarf verlagere sich immer mehr nach dort. Deshalb werde die Fertigung ausgebaut, zum Beispiel in Taiwan und Korea. „Auch in Indien sind wir bereits dabei, eine zweite Fertigungsstätte einzurichten, speziell für die Produktion von Diamantwerkzeugen, so dass wir mehr Raum in der bisherigen Fertigung haben für die dort gefertigten Wendeplattenwerkzeuge.“, so Dr. Dieter Kress weiter. Auch im Stammwerk in Aalen werde die Fertigung mit dem Bau einer zweistöckigen Halle vergrößert.

Trotz Krise konnte die Belegschaft im Jahr 2009 weitgehend gehalten werden. Bereits im Jahr 2010 wurde die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leicht gesteigert, was sich im Jahr 2011 fortsetzt. Dabei kommt dem Unternehmen zugute, dass Lehrlinge übernommen und weiterhin intensiv ausgebildet wurden. So sind bei Mapal am Stammsitz in Aalen derzeit 109 Mitarbeiter in Ausbildung. Diese umfasst gewerbliche, kaufmännische, und Mitarbeiter auf dem Weg zum Ingenieur. In der Mapal Gruppe insgesamt sind mehr als 200 Lehrlinge im In- und Ausland beschäftigt. Zum Beispiel wurde in Indien eine große Lehrwerkstatt eingerichtet, um die Mitarbeiter heranzubilden. Desgleichen in anderen Ländern, in denen es für junge Menschen schwierig ist, sich zum Facharbeiter zu qualifizieren.
„Ich glaube, dass dieser Aufschwung noch einige Zeit anhalten wird. Wir sehen allerdings auch Risiken, wie die starke Abhängigkeit vom chinesischen Markt. Auch müssen wir registrieren, dass Naturereignisse wie das Erdbeben in Japan die positive Entwicklung bedrohen könnten.“, so Dr. Dieter Kress. Deutschland sei im weltweiten Wettbewerb noch gut aufgestellt. Es reiche aber auch in Zukunft keinesfalls, nur Dienst nach Vorschrift zu machen.

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