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11.04.2012 |

Chinesen mischen den weltweiten Baumaschinenmarkt auf

Hochtief hat nach längerer Käufersuche Vereinbarungen zur Veräußerung seines Aurelis-Anteils unterzeichnet. - Bild: Imago/Jochen Tack
Hochtief hat nach längerer Käufersuche Vereinbarungen zur Veräußerung seines Aurelis-Anteils unterzeichnet. - Bild: Imago/Jochen Tack

Im Weltmarkt für Baumaschinen werden die Karten neu gemischt. Chinesische Hersteller haben in den vergangenen Jahren signifikante Weltmarktanteile erobert und nehmen jetzt massiv Kurs auf die Schwellenländer. Das zeigt eine aktuelle Studie von Oliver Wyman.

MÜNCHEN (ilk). Die Zeichen im globalen Baumaschinenmarkt stehen in den kommenden Jahren klar auf Wachstum. Bis 2015 erwarten Branchenexperten ein Marktvolumen von rund 150 Mrd Dollar. Nach den rund 100 Mrd Dollar im Jahr 2010 entspricht dies einer jährlichen Zuwachsrate von über 7%. Treiber dieses Wachstums ist vor allem China. Der Baumaschinenmarkt der Volksrepublik hat nicht nur während, sondern auch nach der Krise enorm zugelegt. Hatte China 2008 einen Anteil von 15% am Weltmarkt, war dieser zwei Jahre später auf mehr als 30% hochgeschnellt. Im gleichen Zeitraum rutschte die Triade Europa, USA und Japan von 62% auf nur 47% ab. Bis 2015 wird China seinen Anteil nahezu konstant halten, die Triade dagegen bleibt weiter unter 50%.

Hand in Hand mit dem boomenden Heimatmarkt sind chinesische Baumaschinenhersteller extrem gewachsen. Zwischen 2004 und 2010 konnte etwa XCMG seinen Umsatz verdoppeln, Zoomlion legte um das Vierfache zu, Sany gelang mit rund 5 Mio Dollar sogar eine Verfünffachung. Damit eroberten alle drei im Jahr 2010 die Top Ten des globalen Baumaschinenmarkts. Zugleich glänzten sie mit EBIT-Margen zwischen 14% bis 21%, während die beiden weltgrößten Baumaschinenproduzenten Caterpillar und Komatsu nur auf 8% beziehungsweise 12% kamen.

Längst machen die chinesischen Player auch außerhalb ihres starken Binnenmarkts mobil. In Europa wuchsen sie 2010 um 60%, in Nordamerika um über 80% und in Japan um rund ein Drittel. Gleichzeitig stoßen sie die Tür zu den rasant wachsenden Schwellenländern wie Russland, Brasilien oder Indien immer weiter auf. Zuwachsraten von weit über 100% sprechen eine eindeutige Sprache. „Der Kampf um die Emerging Markets 2.0 ist eröffnet“, sagt Romed Kelp, Partner und Baumaschinenexperte bei Oliver Wyman. „Mit inzwischen halbwegs robusten Low-Cost-Produktlinien und lokalen Wertschöpfungsstrukturen sind die chinesischen Hersteller den westlichen Produzenten derzeit mehr als einen Schritt voraus. Diese sollten dort zügig an ihrer Position arbeiten.”

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