Firmen

12.01.2012 | Maschinenbau

Romi übernimmt Burkhardt+Weber

Die Großbearbeitungszentren von Burkhardt+Weber passen ins Portfolio der brasilianischen Romi S.A.
Die Großbearbeitungszentren von Burkhardt+Weber passen ins Portfolio der brasilianischen Romi S.A.

Die brasilianische Indústrias Romi S.A. (“Romi”) hat einen  Übernahmevertrag mit der Gruppo Riello Sistemi abgeschlossen, um  die  Burkhardt+Weber Fertigungssysteme GmbH, Reutlingen, vollständig zu erwerben. Der Erwerb wird aus Eigenmitteln der Romi finanziert und bedarf noch einer Unbedenklichkeitserklärung der Kartellbehörde.

REUTLINGEN (sm). Laut Pressemeldung erwirbt Romi mit Burkhardt+Weber ein vorbildlich geführtes und auf hohem Technikniveau operierendes  Unternehmen, weshalb auch das gesamte Knowhow und die Firmenstruktur unverändert bestehen bleiben. Die bisherige Unabhängigkeit des Unternehmens mit gleicher Führungs- und Personalstruktur bleibt erhalten und die Aktivitäten werden zukünftig marktorientiert weiter ausgebaut.

Über 10 Jahre hinweg war Burkhardt+Weber demnach als Unternehmensteil der Gruppo Riello Sistemi immer erfolgreich – geprägt durch gute Auslastung und einen festen Kundenstamm, basierend auf hoher Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte und Dienstleistungen. Gegründet 1888 als Werkzeugmaschinenunternehmen mit Sitz in Reutlingen, fertigt Burkhardt+Weber anspruchsvolle Bearbeitungszentren und Sondermaschinen mit höchsten Genauigkeitsansprüchen.  Die Maschinen finden Verwendung in nahezu allen Bereichen des Maschinenbaus, einschließlich Großmotoren, Nutzfahrzeugbau, Generatoren und dem allgemeinen Maschinenbau. Burkhardt+Weber beschäftigt am Standort Reutlingen über 200 Mitarbeiter.

„Burkhardt+Weber ist ein ausgezeichnet geführtes Unternehmen mit anspruchsvollsten Technologieanwendungen“, sagt Livaldo Aguiar dos Santos, CEO von Romi. „Diese Übernahme eines sehr renommierten Werkzeugmaschinenherstellers geht einher mit unserer Strategie der sinnvollen Zukäufe, um unsere Position im Weltmarkt weiter auszubauen. Romi kann mit den BW-Produkten seine Baureihen erweitern und zukünftig Premiummaschinen mit höchster Genauigkeit und „Made in Germany“ auf dem Süd- und Nordamerikanischen Markt anbieten. Burkhardt+Weber, als weiterhin eigenständig produzierendes Werk, kann seine Aktivitäten basierend auf Romis Finanzkraft und dem Zugang zu den weltweiten Romi Kunden weiter ausbauen. Romi wird alle notwendigen Investitionen, um BW noch stärker aufzustellen, eng begleiten. Diese strategische Entscheidung bedeutet für beide Seiten eine Win-Win Situation.“ Zusätzlich wird die Übernahme durch die Fortführung der Vertriebs- und Serviceniederlassung in Shanghai in Kooperation mit Riello Sistemi begleitet.

Romi, gegründet 1930, ist ein führendes brasilianisches Unternehmen der Metall- und Maschinenbauindustrie mit Fertigungswerken in Brasilien und Italien sowie  eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und den USA. Das Unternehmen ist in der „Novo Mercado“ gelistet, in der Unternehmen geführt werden, die den höchsten Ansprüchen der Corporate Governance  der BM&FBovespa Börse entsprechen. Romi fertigt Werkzeugmaschinen, im Besonderen CNC Drehmaschinen und Bearbeitungszentren, sowie Kunststoffspritzmaschinen und unterhält eine eigene Gießerei mit angeschlossener Fertigung. Der Konzernumsatz liegt durchschnittlich bei ca. 250 Mio. Euro mit 2.500 Beschäftigten.

Anzeige

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Maschinenbau-Konkurrenz aus Japan nimmt zu

Bei den japanischen Maschinenbauern sind im März die Bestellungen durch die Decke gegangen. Den deutschen Wettbewerbern setzt nach Einschätzung des VDMA die Konkurrenz aus Japan immer stärker zu. TOKIO (Dow Jones/ks). Nach den starken Daten zum japanischen BIP-Wachstum im ersten Quartal sind die Zahlen vom März ein weiteres Zeichen dafür, mehr

Bei Aixtron sind alle Prozesse auf dem Prüfstand

Beschichtungskammer von Aixtron: Das Unternehmen will Kosten sparen und Prozesse optimieren, um wieder Gewinne zu erzielen. (Bild: Aixtron)

Aixtron, Hersteller von Depositions­anlagen für die Halbleiterindus­trie, steht unter Druck. Jetzt werden alle Prozesse überprüft, um wieder in die Gewinn­zone zu fahren. Gunnar Knüpffer Aachen. Der Hersteller von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie Aixtron sieht sich derzeit nicht in der Lage, eine genaue Prognose für Ums mehr

CIMT: Chinesen brauchen Automatisierung

Besucher informierten sich am Stand von EMAG über Vertikaldrehmaschinen auf  der China International Machine Tool Show, CIMT, in Peking (Bilder: Storymaker).

Großer Andrang herrschte auf der chinesischen Werkzeugmaschinenmesse CIMT in Peking. Deutsche Hersteller profitieren von steigenden Löhnen und dem damit verbundenen Trend zur Automatisierung. PEKING (kk/ks). Schon vor neun Uhr haben sich Schlangen gebildet und warten auf Einlass zur wichtigsten Werkzeugmaschinenmesse in Asien, der China Inte mehr

Koenig & Bauer startet schwach ins neue Jahr

Trotz der Flaute am Jahresbeginn hält Koenig & Bauer die Ziele für das Gesamtjahr weiterhin für erreichbar (Bild: Koenig & Bauer).

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer hat einen schwachen Jahresstart hingelegt. Mit 200 Mio Euro holte der SDAX-Konzern 15,5% weniger Neuaufträge rein als im Vorjahr. Zudem verschoben sich Umsätze wegen kundenseitiger Lieferverschiebungen in das zweite Halbjahr. (Dow Jones/ks). Mit 657 Mio Euro ist der Auftragsbestand nach Einschätz mehr



Anzeige

Suchen