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28.06.2011 |

Moody’s stuft Toyotas Kreditwürdigkeit herab

Auch wenn sich die Produktion bei Toyota wieder, normalisiert, machen dem Unternehmen noch immer die Produktionsausfälle durch die Katastrophe sowie der starke Yen zu schaffen. Im Bild die Produktion des Toyota Auris in England (Bild: Toyota).
Auch wenn sich die Produktion bei Toyota wieder, normalisiert, machen dem Unternehmen noch immer die Produktionsausfälle durch die Katastrophe sowie der starke Yen zu schaffen. Im Bild die Produktion des Toyota Auris in England (Bild: Toyota).

Moody’s hat das langfristige Kreditrating des japanischen Autoherstellers Toyota auf “Aa3″ von zuvor “Aa2″ herabgestuft. Das Unternehmen werde Zeit brauchen, um angesichts des anhaltend starken Yens wieder zu einer soliden Profitabilität zurückzukehren, begründete die Ratingagentur am Dienstag ihren Schritt.

TOKIO (Dow Jones/ks)–Zugleich warnte Moody’s vor weiteren Abstufungen. Die Agentur hatte nach der Erdbebenkatastrophe im März angekündigt, die Entwicklung bei Toyota genauer zu beobachten.

Der Schritt von Moody’s ist nicht die erste Abstufung für Toyota. Tage vor dem Erdbeben im März hatte bereits Standard & Poor’s (S&P) Toyota wegen schwacher Profitabilität auf “AA-” herabgestuft. Aufgrund der Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe setzte S&P den Ausblick für alle großen japanischen Autohersteller auf “negativ”.

Infolge des Erdbebens hat Toyota im Mai in Japan nur halb so viele Autos produziert wie im Vorjahreszeitraum. Dies sei jedoch laut Moody’s nicht ausschlaggebend für den Rating-Schritt gewesen. Vielmehr bemängelte die Agentur die große Abhängigkeit Toyotas von der Produktion in der Heimat und damit von den Wechselkursbewegungen des Yen. Hiervon sei Toyota stärker betroffen als die Konkurrenten Nissan Motor und Honda Motor.

Die japanische Währung hatte in den vergangenen Wochen bei knapp 80 JPY zum Dollar gehandelt. Viele japanische Automanager betrachten 80 JPY als die entscheidende Grenze, bis zu der ein wirtschaftlicher Export ihrer Fahrzeuge möglich ist.

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