Firmen

19.08.2010 | Automotive

Opel will Mitarbeiter wieder am Gewinn beteiligen

Die Mitarbeiter des Automobilherstellers Opel sollen laut einem Zeitungsbericht künftig wieder am Gewinn des Unternehmens beteiligt werden.

BERLIN (Dow Jones/ks)–Vorgesehen sei, dass ab dem Jahr 2014 an die Belegschaft 3,75% des Vorsteuergewinns ausgeschüttet werden, in den Jahren ab 2015 sollen es 7% bis 8% sein, zitiert die Zeitung “Die Welt” aus einer ihr vorliegenden Rahmenvereinbarung. Die endgültigen Details der Vereinbarung müssten noch zwischen Management und Arbeitnehmervertretern ausgehandelt werden.

Am morgigen Donnerstag beschäftige sich der Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH mit diesem Thema, der europäische Betriebsrat von Opel/Vauxhall habe es in der kommenden Woche auf der Agenda. “Dort wird eine Entscheidung fallen. Vereinbart war, dass wir bei diesem Thema bis Ende August eine von allen Seiten unterschriebene Vereinbarung haben”, erfuhr die “Welt” (Donnerstagsausgabe) aus Verhandlungskreisen. Bei Opel war am späten Mittwochnachmittag zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Opel-Chef Nick Reilly hatte angekündigt, dass die Tochter der US-Gesellschaft General Motors frühestens ab 2012 wieder schwarze Zahlen schreiben wird. Um die Sanierung der Rüsselsheimer voranzutreiben, sei für die Zeit bis 2014 keine Gewinnbeteiligung vorgesehen.

Grundsätzlich hatten sich Management und Arbeitnehmervertreter bereits im Frühjahr auf entsprechende Zahlungen geeinigt, wie die Zeitung weiter schreibt. Sie seien Teil eines Gesamtpakets, in dem sich die Belegschaft verpflichtet, an allen europäischen Standorten pro Jahr insgesamt 265 Mio Euro einzusparen, indem sie Abstriche bei den Löhnen hinnehme. Im Gegenzug werde die Adam Opel GmbH in eine AG umgewandelt. Zudem gebe es klare Bestimmungen, dass die Mitarbeiterbeiträge nur für Investitionen aufgewendet werden dürfen und zuletzt die Beteiligung am Gewinn.

Bereits vor der Insolvenz des Mutterkonzerns gab es eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter von Opel, sie kam aber in den vergangenen Jahren aufgrund der finanziellen Schieflage des Autobauers nicht mehr zum Tragen.

Anzeige

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Ford stellt Produktion in Australien ein

Ford-Produktion im australischen Broadmeadows: Vor allem der hohe Kurs des australischen Dollars und die hohen Lohnkosten machen die Produktion für Ford in dem Land sehr teuer (Bild: Ford)

Der US-Autobauer Ford will im Jahr 2016 das letzte Auto in Australien produzieren. Dabei dürften 1.200 Arbeitsplätze verloren gehen, erklärte der Konzern. Nach mehr als 90 Jahren solle im Oktober 2016 der letzte Wagen vom Band gehen. von Enda Curran und James Glynn, Dow Jones (ks). Der Grund für die Entscheidung seien hohe Produktions mehr

Automobilforum: Mit deutscher Innovation zu alter Größe

Auf dem AUTOMOBIL FORUM 2013 in Ludwigsburg diskutierten Experten und führende Köpfe der Branche die Zukunftschancen Europas (Bild: Steinheisser)

Die Automobilindustrie kämpft weiter gegen die Absatzkrise in Europa. Märkte in den USA und China boomen. Welche Chancen der Standort Europa noch hat, diskutierte die Branche auf dem diesjährigen AUTOMOBIL FORUM. von Felicitas Heimann LUDWIGSBURG (ks). Europas Automobilindustrie steckt in der Krise – und das spätestens seit 2009. Wie mehr

Conti schafft eigenes China-Ressort

Der 47-Jährige Cramer ist seit 2009 Mitglied des Vorstands der Continental AG und künftig für das China-Geschäft verantwortlich (Bild: Continental).

Der Autozulieferer Continental misst dem China-Geschäft mehr Bedeutung bei und schafft ein Vorstandsressort für den wichtigen Wachstumsmarkt. Ralf Cramer, momentan in der Führungsriege für die Division Chassis & Safety verantwortlich, wird ab August die Geschicke im Reich der Mitte lenken. "Unser strategisches Ziel lautet: Den Umsatzantei mehr

Mahle sichert sich Mehrheit an der Behr-Gruppe

Behr-Windkanal in Stuttgart: Der neue Mehrheitseigner Mahle will nicht nur in Stuttgart, sondern auch an anderen Standorten in Nord- und Südamerika sowie in Asien Zentralbereiche zentralisieren, um beispielsweise schneller neue Produkte zu entwickeln (Bild: Behr).

Der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle hat weitere Anteile des Klimaanlagenbauers Behr gekauft und sich damit die Mehrheit an dem Unternehmen gesichert. (Dow Jones/ks). Wie Mahle am Donnerstag mitteilte, habe man der Kapitalbeteiligungsgesellschaft BWK GmbH ihre seit 1996 bestehende Beteiligung an der Behr-Gruppe abgekauft und damit die ei mehr



Anzeige

Suchen