szmtag

05.03.2012 |

Porsche will gegen Urteil des Landgerichts Stuttgart vorgehen

VW-Patriarch Ferdinand Piëch wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe seine Pflichten als Aufsichtsrat verletzt (Bild: Imago).
VW-Patriarch Ferdinand Piëch wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe seine Pflichten als Aufsichtsrat verletzt (Bild: Imago).

Der Autokonzern Porsche hat seine Absicht bekräftigt, beim Bundesgerichtshof eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Klage einiger Aktionäre einzulegen.

FRANKFURT (Dow Jones)–Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte am 29. Februar der Anfechtungsklage der Aktionäre gegen die Entlastung des Porsche-Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2008/2009 – dem Jahr der versuchten Übernahme von Volkswagen – stattgegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch habe mit Aussagen gegenüber Journalisten schwerwiegend gegen seine Pflichten verstoßen, so das Gericht.

“Eine Pflichtverletzung meinerseits kann ich – auch nach Durchsicht des Urteils des OLG Stuttgart – nicht sehen”, erklärte Piëch. “Das OLG schätzt die Situation meines Erachtens nicht zutreffend ein.”

Im Mai 2009 hatte Piëch am Rande einer Veranstaltung auf Sardinien für Aufregung gesorgt, als er Journalisten sinngemäß sagte, er habe sich keine Klarheit über die Risiken der Optionsgeschäfte von Porsche verschaffen können und wisse nicht, wie hoch die Risiken seien. Seinerzeit hatte Porsche mit einem komplexen Geflecht aus Aktienoptionen versucht, die deutlich größere Volkswagen AG zu übernehmen.

Die Aussagen gelten als einer der Wendepunkte im Machtkampf zwischen den Konzernen. Porsches riskanter Übernahmeversuch scheiterte wenige Monate später. Der von den Porsche- und Piech-Familien kontrollierte Konzern musste letztlich einem Zusammenschluss unter Führung von Volkswagen zustimmen.

Piëchs Rolle als Aufsichtsratsmitglied und wichtiger Familienaktionär bei Porsche löste Kritik an den Corporate-Governance-Regeln aus. Piech ist gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender bei Volkswagen.

“Meine Kernposition, die ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass ich das vom damaligen (Porsche) Vorstand verfolgte Konzept nicht mehr als den richtigen Weg für die Zukunft angesehen habe”, erläuterte Piëch weiter. Er habe sich im Mai 2009 für die Schaffung des integrierten Automobilkonzerns mit Volkswagen ausgesprochen. “Wer Porsche und Volkswagen heute sieht, weiß, dass dies richtig war.”

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Erneut müssen Fahrzeuge des japanischen Autoherstellers Toyota in die Werkstätten einrücken. - Bild: kru

Toyota muß knapp 250.000 Autos zurückrufen

Der japanische Autohersteller Toyota muss erneut Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordern. Betroffen sind dieses Mal 247.000 Autos, in die fehlerhafte Airbags des japanischen Autozulieferers Takata verbaut sind. mehr

BMW-Finanzchef Friedrich Eichiner schließt weitere Übernahmen beim Premiumautobauer BMW aus. - Bild: BMW

BMW erteilt weiteren Übernahmen Absage

Der Münchener Premiumautobauer BMW plant keine weiteren Übernahmen. Neuen Fusionen hat BMW-Finanzchef Friedrich Eichiner in einem Interview eine Absage erteilt. mehr

Anzeige

Audi-Chef Rupert Stadler setzt auf Spritspar-Technologien und nicht auf kleinere Modelle. - Bild: Audi

Audi-Chef Stadler setzt auf noch größere SUV

Trotz der immer strengeren CO2-Grenzwerte hält Audi-Chef Rupert Stadler noch größere SUVs wie den geplanten Q8 oder gar einen Q9 für machbar. mehr

Daimler hat im Werk Bremen eine neue Servopressenlinie  in Betrieb genommen. In die neue Anlage, die 95 Meter lang und zwölf Meter hoch ist, investierte das Unternehmen mehr als 100 Millionen Euro. - Bild: Daimler

Daimler nimmt neue Pressenlinie in Betrieb

Der schwäbische Premiumautobauer Daimler hat im Werk Bremen eine neue Servopressenlinie offiziell in Betrieb genommen. mehr



Anzeige

Suchen