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06.10.2011 | Automotive
Porsche zahlt wegen Absage der VW-Fusion drauf

Die auf Eis gelegte Fusion zwischen Porsche und dem VW-Konzern geht für den Stuttgarter Sportwagenbauer laut einem Zeitungsbericht ins Geld.
DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–”VW müssen wir wie ein fremdes, drittes Unternehmen behandeln – und VW uns”, sagte Porsche-Chef Matthias Müller dem “Handelsblatt” (HB/Donnerstagausgabe). “Entsprechend bekommt der Konzern von uns Rechnungen mit einem Gewinnaufschlag präsentiert – und wir von VW.” In der Zusammenarbeit mit VW habe Porsche dadurch vorerst finanziell das Nachsehen, schreibt die Zeitung weiter. Die Stuttgarter beziehen von VW Dieselmotoren für die Modelle Cayenne und Panamera und kaufen dem Konzern Komponenten für den geplanten kompakten Geländewagen Cajun ab, der auf der Technik des Audi Q5 basiert.
Allerdings könnte sich das Blatt später wenden: Sollte Porsche die geplanten Baukästen für die Sportwagen und Luxuslimousinen des Konzerns entwickelt haben, bevor die Integration vollzogen ist, dürfte der VW-Konzern draufzahlen – da Marken wie Audi, Bentley, Bugatti und Lamborghini auf die Plattformen von Porsche zugreifen sollen.
Am Ende werden Porsche und VW nach Ansicht von Müller ungeachtet des Zeitverzugs bei der Integration jedoch die angestrebten vollen Synergien von 700 Mio Euro jährlich heben. “Und vielleicht wird die Summe sogar noch ein wenig höher ausfallen”, sagte Müller.
Der Sportwagenbauer und der VW-Konzern hatten kurz vor Beginn der Automesse IAA Mitte September ihre Pläne für eine Verschmelzung noch im laufenden Jahr abgeblasen, weil die Unternehmen die Milliardenrisiken scheuen, die sich aus mehreren laufenden Verfahren gegen Porsche in den USA und Deutschland ergeben.
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