szmtag

10.04.2012 |

Siemens setzt Fragezeichen hinter Gewinnprognose

Siemens-Finanzchef Joe Kaeser sieht Belastungen für den Konzern besonders durch den Bereich Erneuerbare Energien und Stromübertragungssysteme (Bild: Siemens AG).
Siemens-Finanzchef Joe Kaeser sieht Belastungen für den Konzern besonders durch den Bereich Erneuerbare Energien und Stromübertragungssysteme (Bild: Siemens AG).

Wegen anhaltender Unsicherheiten im Energiesektor setzt Siemens-Finanzchef Joe Kaeser ein Fragezeichen hinter die Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–”Die wichtigsten Analysten liegen in einer Bandbreite von 5,2 bis 5,4 Mrd Euro. Aber solange es keine neue Prognose von uns gibt, gilt die alte”, sagte Kaeser der Zeitung Euro am Sonntag laut Vorabbericht. Bislang peilt der Konzern für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 6 Mrd Euro an.

Belastungen sieht Kaeser vor allem im Bereich Erneuerbare Energien sowie in der Sparte Power Transmission, der Stromnetzesparte. Hier sei eine “strukturelle Neuordnung notwendig”, sagte Kaeser. Anlässlich der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen am 25. April solle es hierzu weitere Details geben. Das Geschäft mit Stromnetzen hatte im ersten Quartal einen unerwarteten Verlust eingefahren. Schuld waren Verzögerungen bei der Anbindung von vier Offshore-Windparks in der Nordsee ans Stromnetz auf dem Festland.

Die kurzzyklischen Industriebereiche des Konzerns wie die Automatisierungs- oder die Antriebstechnik sieht Kaeser von der gegenwärtigen konjunkturellen Abschwächung nicht betroffen. Auch in China laufe es hier weiter gut. “Die Geschäfte sind auf hohem Niveau stabil, manche laufen besser als im Vorjahr”, sagte Kaeser der Zeitung.

Die Lichttechnik-Tochter Osram will Siemens voraussichtlich im Herbst an die Börse bringen. Der Zeitpunkt des lange geplanten Börsengangs ist dabei nach Angaben von Kaeser von der Entwicklung des Zyklus in der LED-Beleuchtungstechnik abhängig. “Wenn der Zyklus dann wieder nach oben zeigt, könnte ich mir als Zeitfenster für den Börsengang den Herbst vorstellen”, sagte Kaeser.

Derzeit deute vieles darauf hin, dass der Branchenzyklus einen Boden ausbilde. Das Gelingen des Börsenganges habe auch Auswirkungen auf die künftige Höhe der Dividende. “Hier muss man sehen, wie sich die Dinge dabei für die Siemensaktionäre entwickeln”, erklärte der Finanzchef.

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Die Panthera GmbH, Käufer des deutschen Traditionsunternehmens Loewe, will vom erst kürzlich geschlossenen Vertrag zurücktreten. - Bild: imago/momentphoto/Killig

Zukunft von TV-Hersteller Loewe schon wieder ungewiss

Die Rettung des Fernsehherstellers Loewe hat einen herben Dämpfer erhalten. Die Käufer des deutschen Traditionsunternehmens wollen vom erst kürzlich geschlossenen Vertrag zurücktreten. mehr

Für das bis Ende März noch laufenden Geschäftsjahr 2013/14 erhöht Hitachi seine Prognose und sieht einen Betriebsgewinn von umgerechnet 3,7 Milliarden Euro. - Bild: Hitachi

Hitachi nimmt Kurs auf Rekordgewinn

Der Elektronik- und Maschinenbauer Hitachi nimmt im laufenden Geschäftsjahr operativen Kurs auf ein Rekordniveau. mehr

Anzeige

Der asiatische Markt für Elektro- und Elektronikprodukte ist 2013 wieder am stärksten gewachsen und steht mittlerweile für 57% des gesamten Weltmarkts (Bild: Ingo Bartussek - Fotolia.com).

Welt-Elektromarkt wächst 2013 um 4%

Der globale Markt für elektrotechnische und elektronische Produkte ist im vergangenen Jahr um 4% auf knapp 3,6 Billionen Euro gewachsen. Das ergibt sich aus Berechnungen des ZVEI. FRANKFURT/MAIN (ks). Dabei legte der asiatische Markt mit 6% auf 2.063 Mrd Euro am stärksten zu. Er steht jetzt für 57% des gesamten Weltmarkts. Der amerikanische Elektromarkt stieg 2013 [...] mehr

Zwar scheint sich der PC-Markt zu stabilisieren, doch will Intel rund 5% der weltweit 107.600 Mitarbeiter abbauen. Bild: Imago

Intel will 5.000 Stellen abbauen

Nach schwachen Quartalszahlen und einem enttäuschenden Ausblick will der Chiphersteller Intel nun an einer anderen Stellschraube drehen: Etwa 5% der Stellen will der US-Konzern aus dem kalifornischen Santa Clara in diesem Jahr abbauen. Santa Clara (DJ/ilk). Intel leidet unter dem bereits seit längerem schwächelnden PC-Geschäft, der Cash-Cow des Chipherstellers. Der PC-Markt ist rückläufig, seit die [...] mehr



Suchen