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29.11.2011 |

Suzuki bezieht ab Januar Dieselmotoren von Fiat

Suzuki-Produktion in China: Die indische Fiat-Tochter wird demnächst Dieselmotoren an die indische Suzuki-Tochter liefern (Bild: Imago).
Suzuki-Produktion in China: Die indische Fiat-Tochter wird demnächst Dieselmotoren an die indische Suzuki-Tochter liefern (Bild: Imago).

Die von Volkswagen kritisierte Kooperation des japanischen Autobauers Suzuki mit Fiat bei Dieselmotoren nimmt Formen an. Um die Wartezeiten für seine Erfolgsmodelle zu reduzieren, wird die indische Tochter Maruti Suzuki India nach Angaben vom Dienstag ab Januar Dieselmotoren von den Italienern beziehen.

NEW DELHI (Dow Jones)–”Wir werden im Jahr etwa 100.000 Motoren von Fiat kaufen”, sagte Maruti-Chairman R.C. Bhargava. Bislang bekommt Maruti Suzuki alle Dieselmotoren von Suzuki Powertrain India Ltd, einem Joint Venture zwischen Maruti und der Muttergesellschaft Suzuki Motor. Powertrain wird im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 per Ende März 300.000 Motoren produzieren nach 240.000 im Vorjahr. Diese Motoren verwenden bereits Fiat-Technologie.

Ein Sprecher von Fiat India Automobiles Ltd wollte den Motorenverkauf an Maruti nicht kommentieren. Er sagte aber, sein Unternehmen sei bereit, “Dieselmotoren an alle zu liefern, die kaufen wollen”. Fiat India, ein Gemeinschaftsunternehmen von Fiat und Tata Motors hat eine jährliche Kapazität von bis zu 300.000 Motoren.

An der Kooperation mit Fiat hatte sich der monatelang schwelende Streit zwischen den Partnern Suzuki und Volkswagen entzündet, der nun ein internationales Schiedsgericht beschäftigen wird. VW hatte sich daran gestoßen, dass Suzuki und Fiat Ende Juli ihre Partnerschaft ausgebaut hatten. Die Niedersachsen waren der Ansicht, dass die Dieselmotoren auch aus Wolfsburg hätten kommen können. Sie forderten Suzuki auf, die Kooperation mit Fiat rückgängig zu machen.

Nachdem die Japaner dieses abgelehnt hatten, eskalierte der Streit. Nach wechselseitigen Vorwürfen forderte Suzuki schließlich ein Ende der Allianz mit dem Wolfsburger DAX-Konzern und eine Auflösung der wechselseitigen Kapitalverflechtung, was Volkswagen ablehnte.

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