23.01.2012 |

Thyssen-Krupp nähert sich einer Lösung für Edelstahl-Sparte

Auch wenn Thyssen-Krupp Verhandlungen Outokumpu aufgenommen hat, ist weiterhin ein Börsengang, ein Spin-Off und auch ein Verkauf der Edelstahl-Aktivitäten an einen Investor möglich, so das Unternehmen (Bild: Thyssen-Krupp).

Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp nähert sich einer Lösung für die zur Disposition stehenden Edelstahl-Aktivitäten. Dazu nahm der DAX-Konzern nun Gespräche mit dem finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu auf, wie die Thyssen-Krupp AG mitteilte.

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Das Unternehmen bestätigte damit Informationen der Rheinischen Post, die zuerst über den möglichen Verkauf der Sparte an die Finnen berichtet hatte. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Thyssen betonte, nach wie vor würden alle Optionen ergebnisoffen geprüft. Dazu gehören wie bislang angekündigt ein Börsengang, ein Spin-Off und auch ein Verkauf der Edelstahl-Aktivitäten an einen Investor. Wegen der Unsicherheit des makroökonomischen Umfelds und der Volatilität der Aktienmärkte hält Thyssen es für angemessen, sich alle Optionen offenzuhalten.

Der mögliche Verkauf an den finnischen Wettbewerber ist es aber, der sich jetzt konkret als mögliche Lösung abzeichnet. Bei einer Einigung würden die 11.000 Mitarbeiter des Edelstahlgeschäftes von ThyssenKrupp einen neuen Arbeitgeber bekommen. Es entstünde ein Edelstahl-Weltmarktführer mit dann 18.000 Mitarbeitern und über 10 Mrd Euro Umsatz.

Laut Rheinischer Post soll Thyssen-Krupp bei einem Verkauf der Aktivitäten eine Beteiligung an dem entstehenden Edelstahlkonzern anstreben. Dabei wolle der DAX-Konzern nur eine Minderheitsbeteiligung, obwohl die eigene Edelstahltochter mit 6,7 Mrd Euro Umsatz und Markennamen wie “Nirosta” bisher Marktführer war. Inwiefern diese Information stimmt, blieb am Montagmorgen unklar. Details zu der möglichen Transaktion wollte Thyssen nicht nennen.

Thyssen-Krupp will sich bereits seit längerem von den Edelstahl-Aktivitäten trennen. Der DAX-Konzern hat sich dafür Zeit bis Ende 2012 gegeben. Der Verkauf ist Teil der Strategie, die Verschuldung zu reduzieren und so Spielraum für Investitionen zu schaffen.


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