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18.05.2012 | Maschinenbau

UCIMU: „Italien droht die Deindustrialisierung“

UCIMU-Präsident Giancarlo Losma.
UCIMU-Präsident Giancarlo Losma.

Werkzeugmaschinen aus Italien sind weltweit gefragt – nur nicht in Italien selbst. Der italienische Werkzeugmaschinenverband UCIMU sieht die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in Gefahr.

I-Cinisello Balsamo (sm). Die Auftragseingänge der italienischen Werkzeugmaschinenhersteller haben sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um über 10 % erhöht. Damit setzt sich laut dem italienischen Branchenverband UCIMU ein positiver Trend fort, der nicht weniger als acht aufeinander folgende Wachstumsquartale aufweise.

Getragen wird dieser Boom allerdings nahezu ausschließlich von Bestellungen aus dem Ausland. Die Aufträge aus dem italienischen Binnenmarkt sind dagegen bereits seit Jahren stark rückläufig. „Wenn in Italien weiterhin so wenig in moderne Produktionsanlagen investiert wird, steht die Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Industrie auf dem Spiel“, fürchtet Giancarlo Losma, UCIMU-Präsident. Gefragt sei jetzt auch die Politik: „Ohne ein klares Branchenentwicklungskonzept droht Italien die Deindustrialisierung, die desaströse Konsequenzen für das ökonomische und soziale Gefüge des Landes hätte.“

Als gutes Zeichen wertet UCIMU-Generaldirektor Alfredo Mariotti das rege Interesse an der Metallbearbeitungsmesse BIMU, die im Oktober in Mailand stattfinden wird: Bereits heute sei ein Plus von 26 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2010 zu verzeichnen.

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