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15.10.2010 | Automotive

VDA: Globale Pkw-Nachfrage weiter auf Erholungskurs

Der weltweite Pkw-Absatz ist auch im vergangenen Monat auf Erholungskurs geblieben. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag mitteilte, entwickelte sich das Neuwagengeschäft besonders in den asiatischen Märkten und in Russland anhaltend positiv.

FRANKFURT/BERLIN (Dow Jones/ks)– Auch in den USA hätten die Verkaufszahlen wieder stärker zugelegt. “In Westeuropa blieb die Pkw-Nachfrage hingegen erwartungsgemäß noch unter den prämiengestützten hohen Vorjahreswerten. Jedoch zeichnet sich auch hier eine Verlangsamung der Absatzrückgänge ab”, teilte der VDA mit.

Hohe Zuwachsraten konnten demnach viele asiatische Pkw-Märkte verzeichnen. Zwar nahm die Wachstumsdynamik am aktuellen Rand erwartungsgemäß ab, dennoch entwickelt sich die Nachfrage in Asien laut VDA weiterhin erfreulich. In Indien lagen die Pkw-Verkäufe im September um knapp 29% über dem Niveau des entsprechendne Vorjahresmonats, im bisherigen Jahresverlauf lag das Absatzplus bei 32%.

Auf dem chinesischen Markt legten die Pkw-Verkäufe um 22% zu. Seit Anfang des Jahres wurden dort über 8 Mio Fahrzeuge ausgeliefert (plus 38%). In Indonesien (plus 69%) und Thailand (plus 60%) nahm der Pkw-Absatz in den ersten neun Monaten ebenfalls kräftig zu.

Einen leichten Dämpfer musste hingegen das japanische Neuwagengeschäft hinnehmen: Im September war die Nachfrage aufgrund des auslaufenden Abwrackprogramms um 3% rückläufig. Im laufenden Jahr konnte die Zahl der Neuzulassungen in Japan jedoch um knapp ein Fünftel auf 3,5 Mio Fahrzeuge erhöht werden.

Auf dem US-Markt wurden im September gut 956.200 Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) verkauft. Der Absatz lag mit einem Plus von 28% deutlich über dem allerdings schwachen Vorjahreswert. Die Verkäufe von Pkw und Light Trucks in den USA stiegen seit Anfang des Jahres um 10%.

In Brasilien lagen die Neuzulassungen von Light Vehicles im abgelaufenen Monat leicht unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 2%). Mit knapp 2,4 Mio verkauften Fahrzeugen erzielte das brasilianische Automobilgeschäft seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 7%. Im Nachbarland Argentinien wurden bis einschließlich September rund 477.200 Light Vehicles verkauft; der Absatz wurde damit sogar um knapp 40% gesteigert.

In Europa entwickelte sich das Marktgeschehen eher verhalten. Auf den westeuropäischen Märkten war das Neuzulassungsvolumen erwartungsgemäß rückläufig. Mit 1,2 Mio verkauften Fahrzeugen betrug das Absatzminus im September nur noch rund 10%. Gegenüber August stieg die Nachfrage bereits um knapp 7%.

In den ersten neun Monaten des Jahres unterschritt der Pkw-Absatz in Westeuropa das Vorjahresniveau um 3%, da in der ersten Jahreshälfte in einigen Ländern noch verkaufsfördernde Maßnahmen wirkten. In den neuen EU-Ländern stabilisiert sich die Nachfrage allmählich. Im abgelaufenen Monat lag die Zahl der Neuzulassungen um 9% im Plus. Trotz zunehmender Erholungstendenzen ist der Pkw-Absatz noch auf niedrigem Niveau. Bis September wurden in der EU-10 knapp 571.500 Fahrzeuge neu zugelassen (minus 10%).

Starke Zuwächse verbuchte im September hingegen der russische Markt. Die Verkäufe von Pkw (einschließlich leichter Nutzfahrzeuge) stiegen mit knapp 186.000 Einheiten um mehr als die Hälfte (plus 55%). Seit einem halben Jahr wird in Russland der Kauf eines Neuwagens aus lokaler Fertigung mit einer staatlichen Abwrackprämie gefördert. Im bisherigen Jahresverlauf konnte die Nachfrage – auch in Folge einer sich abzeichnenden konjunkturellen Erholung – um gut 18% auf 1,3 Mio Pkw gesteigert werden.

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