27.03.2012 |

VDMA: Großanlagenbau packt neue Herausforderungen an

Die Lage im Großanlagenbau hat sich nach der letzten Krise wieder stabilisiert.. Bild: Imago

Die Konjunktur im Großanlagenbau hat deutlich an Schwung gewonnen: Bestellungen steigen 2011 um 11% auf 24,9 Mrd Euro. Hohe Nachfrage gab es aus Asien, weniger Aufträge aus Westeuropa. Um dem Wettbewerbsdruck abzufedern, antwortet die Branche mit einem breiten Maßnahmenpaket.

FRANKFURT (ilk). Nach dem dramatischen Einbruch des Jahres 2009 und einer Stabilisierung im Folgejahr hat die Konjunktur im Großanlagenbau damit spürbar an Schwung gewonnen. „Im grundstoffnahen Anlagenbau gab es überwiegend moderate Zuwächse, die Auftragseingänge im Kraftwerksbau stiegen deutlich um 42 Prozent“, präzisierte Helmut Knauthe, Sprecher der AGAB und Mitglied der Geschäftsführung der Thyssen-Krupp Uhde GmbH, anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Lageberichts.

2011 stammten 73% aller Aufträge des Großanlagenbaus aus dem Ausland. Das Volumen lag bei 18,3 Mrd Euro, 4% mehr als im Vergleichszeitraum (2010: 17,6 Mrd Euro). Hinter diesem Zuwachs verbergen sich erhebliche strukturelle Nachfrageverschiebungen. Während die Bestellungen aus den Industrieländern – vor allem aus Westeuropa – spürbar sanken, hat die Bedeutung der asiatischen Märkte zugenommen. Dies gilt in gleichem Maße für Ost- und Südostasien, für Südasien mit Indien als Zentrum sowie für den Mittleren Osten. 2011 kamen fast 60% aller Auslandsorder aus Asien. Vor zehn Jahren waren es 50% gewesen, im Jahr 1981 42% und 1971 lediglich 13%. Der generelle Trend ist damit vorgezeichnet: Die Märkte des Großanlagenbaus verschieben sich langfristig nach Osten. Knauthe: „Durch den Aufbau von Engineering-, Fertigungs- und Servicestrukturen in Asien hat die Branche auf diese Entwicklung bereits reagiert und sich damit auf das sich abzeichnende „Asiatische Jahrhundert“ eingestellt“.


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