szmtag

Firmen

14.03.2012 |

Voestalpine schließt Schienenwerk in Duisburg zum Jahresende

Bei der Schienenproduktion der Voestalpine in Duisburg drohen 350 Arbeitsplätze verloren zu gehen (Bild: Voestalpine).
Bei der Schienenproduktion der Voestalpine in Duisburg drohen 350 Arbeitsplätze verloren zu gehen (Bild: Voestalpine).

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will sein Schienenwerk in Duisburg schließen. Der Grund liege in der mangelnden Wirtschaftlichkeit der TSTG Schienen Technik GmbH & Co. KG, wie das Unternehmen mitteilte.

LINZ (Dow Jones/ks)–Eine wettbewerbsfähige Fertigung von Schienen sei dort auf Dauer nicht mehr möglich. Die Schließung soll frühestens zum Jahresende erfolgen. Es werde derzeit geprüft, wie die 350 Mitarbeiter in dieser Situation unterstützt werden können.

TSTG hatte zuletzt mit sinkender Auslastung zu kämpfen und hat hohe Verluste geschrieben. “Dass die Produktion am Standort Duisburg-Bruckhausen nicht rentabel ist, liegt vor allem an den Gegebenheiten des Marktes”, sagte Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der Voestalpine AG

Alle bestehenden Kundenaufträge sollen wie vertraglich vereinbart ausgeführt werden, so das Unternehmen. Ziel sei es, die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter dabei zu unterstützen, neue Beschäftigungsverhältnisse zu finden. Auch Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung in anderen Unternehmen des Konzerns werde geprüft. Die Schließung steht noch unter dem Vorbehalt der gesetzlichen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertretung und entsprechender Beschlüsse in den Gremien der betroffenen Konzerngesellschaften, teilte Voestalpine mit.

Im Zusammenhang mit der Stilllegung und aufgrund eines schwebenden Kartellverfahrens in Deutschland hat der Voestalpine-Vorstand zudem beschlossen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt 205 Mio Euro zu bilden. Sie werden im Jahresabschluss zum 31. März ergebniswirksam.

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Datron hat 2013 mit einem niedrigeren Ergebnis abgeschlossen, will aber im laufenden Jahr die Einnahmen und die Marge deutlich steigern. - Bild: Datron

Datron mit rückläufigem Ergebnis 2013

Die Datron AG hat 2013 mit einem niedrigeren Ergebnis abgeschlossen, will aber im laufenden Jahr die Einnahmen und die Marge deutlich steigern. mehr

Nach Steuern und Dritten verbuchte ThyssenKrupp damit zwischen Oktober und Dezember einen Fehlbetrag von 64 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Nettoverlust des Gesamtkonzerns nur rund eine Million Euro betragen. - Bild: ThyssenKrupp

Altlasten zehren ThyssenKrupps operativen Gewinn auf

Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres unter dem Strich einen deutlich höheren Verlust als im Vorjahr erlitten. mehr

Anzeige

Die EU erlaubt ThyssenKrupp Rückerwerb der einst verkauften Unternehmen Acciai Speciali Terni und Outokumpu VDM. - Bild: ThyssenKrupp

EU erlaubt ThyssenKrupp Rückkauf von Terni und VDM

Der deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp hat von der EU grünes Licht zum Rückerwerb der einst verkauften Unternehmen Acciai Speciali Terni und Outokumpu VDM erhalten. mehr

Die größten Material-Einsparmöglichkeiten von bis zu 1,3 Mrd Euro bestehen einer aktuellen Studie zufolge in der Branche

Metallindustrie kann 2,3 Mrd Euro Materialkosten einsparen

Die deutsche metallverarbeitende Industrie könnte laut einer aktuellen Studie der TU Berlin bis zu 2,3 Mrd Euro an Material- und bis zu 600 Mio Euro an Energiekosten einsparen. Möglich wäre das durch ein nachhaltiges Ressourcenmanagement und neue Technologien in der Produktion. (ks). Die Wissenschaftler vom Fachgebiet Montagetechnik und Fabrikbetrieb und vom Logistik-Transferzentrum der TU Berlin nutzten [...] mehr



Suchen